Ärzte schicken Kassenpatienten alle drei Monate weg

März,Juni,September und Dezember: Ärzte verweigern die Behandlung von Kassenpatienten Ende des Quartals

Teilweise stellen Ärzte den Betrieb zu dieser Zeit komplett ein. Grund dafür: das Vergütungssystem der gesetzlichen Krankenversicherung.

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Bild: Adobe.stock.com
Forscher haben Daten der Techniker Krankenkasse aus den Jahren 2013 und 2014 ausgewertet, die zeigen, dass Ärzte am Ende eines Quartals plötzlich immer weniger Patienten für eine Routineuntersuchung annehmen. Bei Beginn des neuen Quartals steigt dann die Zahl der Termine auf einmal wieder.

Etwa 70 Prozent aller Untersuchungen der Arztpraxen werden nur bis zu einer bestimmten Obergrenze von gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Wenn ein Arzt in einem Quartal mehr Patientengespräche führt, als von den Kassen vorgegeben, oder sein Limit an Routineuntersuchungen überschreitet, bekommt er weniger Geld. 

Hausärzte schränken am Ende des Quartals die komplette Tätigkeit ein. Es gilt ein begrenztes Budget für mehr als 86 Prozent der Untersuchungen, die sie anbieten dürfen. Ausnahmen sind nur Ambulante Operationen, Impfungen, Schwangere und Krebskranke. Dort zahlen die Kassen immer dasselbe Geld.

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