Besserer Sex dank Corona?

Was der Lockdown mit Paaren macht

Homeoffice, Homeschooling und Co.: Viele Paare verbringen während des Lockdowns deutlich mehr Zeit als sonst miteinander. Sexualforscher haben sich daher mit der Frage beschäftigt, welche Auswirkungen die Pandemie und der Lockdown auf das Liebesleben der Menschen in Beziehungen haben – die Ergebnisse sind überraschend!

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Bild: stock.adobe / Andrey Kiselev
Eigentlich liegt die Vermutung nahe, dass Paare im Lockdown eher weniger Lust aufeinander haben. Schließlich dürften sich viele eher auf die Nerven gehen, wenn sie zum Beispiel den ganzen Tag mit ihrem Partner im Homeoffice aufeinander hocken – am besten noch in der schlabbrigen Jogginghose. Doch Beziehungsexperten zufolge ist die Corona-Krise gar keine schlechte Zeit für Sex in der Partnerschaft: „Wir rechnen damit, dass die Sexualität bei über 50 Prozent der Paare besser wird“, sagt beispielsweise der Berliner Psychotherapeut Wolfgang Krüger.

Erotikspielzeuge boomen

Ein weiterer Beleg dafür: Neben Toilettenpapier stieg während der Lockdownzeit vor allem der Absatz von Verhütungsmitteln und Sexspielzeug – das bestätigen unter anderem Zahlen von Online-Versandhändlern für Erotikspielzeuge wie Amorelie. Auch andere Studien zeigen, dass die sexuelle Aktivität in Partnerschaften durch die Krise entweder gleichbleibt oder sich sogar zum Positiven verändert.

Dem Experten Krüger zufolge sei in Krisenzeiten immer eine Intensivierung von Liebesbeziehungen zu beobachten, weil Liebe und Sexualität Möglichkeiten seien, ein Gefühl von Sicherheit zu bekommen. Gleichzeitig wollen viele Paare ihr Sexleben wohl etwas aufregender gestalten. Passend dazu empfiehlt der Psychotherapeut, auch zuhause in der Pandemie Strukturen zu schaffen und sich „vorzeigbar“ anzuziehen, denn: „Alles Rumgammeln lässt die Attraktivität sinken und auch das erotische Verlangen."