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Gamer-Szene wegen Seehofer unter Beschuss

Kürzlich losgelassenes Statement

In der Gamer-Szene macht sich Horst Seehofer derzeit offensichtlich keine Freunde. Mit seinem kürzlich losgelassenen Statement hat er zahlreiche Fans gegen sich aufgebracht. Der Grund dafür ist unter anderem eine Aussage des Innenministers, die unmittelbar im Zusammenhang mit dem Terroranschlag in Halle stand: „Wir müssen die Gamer-Szene stärker beobachten“.

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Bild: Parilov - stock.adobe.com
Der Shitstorm, der dann folgte, ließ nicht lange auf sich warten. Die Menschen lieben Gaming – beispielsweise Anbieter wie das Wunderino Casino, aber auch die klassischen Computerspiele. Dass sie nun unter Beschuss stehen, dürfte Gamern also gar nicht schmecken. Vor allen Dingen fragen sich die Spieler nun, was genau ihre Leidenschaft mit dem in Halle verübten Anschlag zu tun haben soll. Der Täter, der für den Anschlag verantwortlich ist, soll diesen auf Twitch gestreamt haben. Zuschauer waren also live dabei, als der Terror seinen Lauf nahm. Die damit verbundenen Gedanken verfasste der Mann auf 11 Seiten, die geschrieben waren wie eine Spielanleitung. Zu lesen waren unter anderem zahlreiche antisemitische Begriffe. Man geht aufgrund des Schreibens davon aus, dass der Täter aus der Gamer-Szene stammt. Anders sei diese „Anleitung“ nicht zu erklären.

Konsequenzen werden derzeit durchdacht

Horst Seehofer erklärte nach dem Anschlag, man müsse Konsequenzen treffen, um den Rechtsextremismus in Deutschland zu bekämpfen. Aus gegebenem Anlass will er nun auch die Gamer-Szene strenger kontrollieren. Laut dem Innenminister gäbe es zahlreiche Täter, die in der Gamer-Szene aktiv seien und die Spielsimulationen nutzen, um Anschläge darauf aufzubauen. Die Szene selbst hat sich selbstverständlich dazu geäußert.
Viele halten die Forderung von Horst Seehofer für einen schlechten Scherz, zumal Klassiker wie Tetris, Mario Kart & Co. sicher alles andere als gewaltverherrlichend sind. Außerdem gibt man zu bedenken, dass Anschläge, wie sie im Zweiten Weltkrieg erlebt wurden, sicher nichts mit Gaming zu tun hatten. Damals gab es nicht einmal Computer. Ein User, der sich Ja Field nennt, schrieb auf Twitter: „Ey #seehofer - ich verrat dir mal 'n Geheimnis. Der Typ von #Halle war Autofahrer. Wir müssen Autofahrer stärker in den Blick nehmen. Der war auch mal im Supermarkt, wir müssen Einkäufer stärker in den Blick nehmen. #Generalverdacht #gamerszene“

Shitstorm nimmt kein Ende

Dass sich Menschen wie der Täter aus Halle einer Spielsucht-Therapie hätte unterziehen müssen, steht außer Frage. Klar ist auch, dass es in der Gaming-Szene immer wieder Menschen gibt, die den Sinn für die Realität verlieren und die sich nur noch ihren Spielen widmen. Das jedoch sind im Vergleich zu der Vielzahl an Spielern Einzelfälle. Die gesamte Szene über einen Kamm zu scheren, halten viele für zu weit hergeholt. Jemand der gerne Tetris spielt oder sein Glück im Online Casino sucht, der wird kaum einen Anschlag verüben.

Der Innenminister hat also insoweit Recht, als dass man etwas gegen die teilweise doch sehr eindeutigen Inhalte auf Seiten wie Steam unternehmen muss – nicht zuletzt, um Jugendliche zu schützen, die eben auch immer häufiger der Gaming-Szene angehören. Ob sich Anschläge durch das Eingreifen generell vermeiden lassen, ist allerdings fraglich. Klare Meinungen haben zumindest nicht lange auf sich warten lassen. So schreibt ein User namens MdB des Grauens: „Hallo #Gamerszene. Es nervt euch, mit Nazis in einen Topf geworfen zu werden? Dann tut was dagegen und werft solche Leute aus euren Communities. Ja, es kann Follower kosten, rassistische und frauenfeindliche Jokes anzuprangern, aber da geht's los. Es liegt in eurer Verantwortung.“