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Pferderennen und Sportwetten

Woher kommt diese Tradition?

Sportwetten, insbesondere bei Pferderennen, haben eine lange Tradition. Wir beleuchten heute, wie diese Tradition entstanden ist und wie sie sich im Laufe der Zeit entwickelt hat.

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Bild: adobe.stock/Λεωνιδας/93863054

Sportwetten und Pferderennen - eine Tradition mit tiefen Wurzeln

Der Mensch hat seit jeher das Verlangen, sich mit anderen zu messen. Aus diesem Verlangen heraus wurden schon in der Antike sportliche Wettkämpfe abgehalten, in denen man zeigen konnte, wer der Überlegenere ist. Angefangen hat alles mit den 23. Olympischen Spielen in Griechenland. Diese fanden 676 v. Chr. statt und bereits hier hat man seine Vermögenswerte auf den Ausgang eines Wettbewerbes verspielt. Als später das Römische Reich an die Macht kam, wurde diese Tradition bei den Streitwagenrennen im Circus Maximus übernommen.

Mit dem Aufstieg der Sportwetten im Römischen Reich fanden auch Pferderennen immer größeren Zuspruch. Es wurden sogenannte Zirkusparteien gegründet, die mehrere Reiter und Pferde zu einem Rennstall vereinten. Fast das gesamte Volk der Spätantike war in diesen organisiert. Dadurch war es den Zirkusparteien möglich, nicht nur bei Pferderennen Einfluss auf die Bevölkerung auszuüben, sondern auch ihre eigenen politischen und kirchlichen Gesinnungen an die Menschen weiter zu transportieren. Die Rennställe wurden zu einem wichtigen Wirtschaftszweig und hatten viel Einfluss auf die Politik dieser Zeit. Im 7. Jahrhundert brach schließlich das Oströmische Reich zusammen und ausschließlich Konstantinopel veranstaltete noch Wagenrennen.

Auch in den Mythologien dieser Welt sind überall Wettkämpfe hoch zu Ross beschrieben. So heißt es in der nordischen Mythologie, dass es einen Streit zwischen dem Gott Odin und einem Riesen namens Hrungnir gab. Es ging darum, wer das schnellste Pferd von beiden hat. Um das herauszufinden, veranstalteten sie ein Rennen. Odin gewann den Wettkampf auf seinem Pferd Sleipnir, doch das Pferd des Riesen war so schnell, dass es nach Asgard gestürmt ist und der Riese letztendlich von den Göttern selbst zu einem großen Gelage eingeladen wurde.

Nach dem Ende des Römischen Reiches findet man die nächsten Hinweise auf Pferdewetten im Mittelalter. Hier wurde während der Ritterturniere nicht nur der Tjost abgehalten, sondern es fanden auch Rennen statt, auf die die reichere Bevölkerung Wetten abgeben konnten. Generell fand der Rennsport hier aber nur wenig Aufmerksamkeit in der Bevölkerung.

Erst ab dem 16. Jahrhundert gewann es in Italien wieder an Popularität. Hier entstand das bis heute härteste Pferderennen der Welt, der Palio di Siena. Ursprünglich war es ein Wettstreit zwischen angrenzenden Regionen. Heute findet es zweimal jährlich in der Stadt Siena zwischen den verschiedenen Stadtteilen statt und wird dort als wichtigstes Kulturereignis gefeiert. Die Halbblüter werden traditionell ohne Sattel geritten und es gewinnt das Pferd, das zuerst im Ziel ist. Ob der Reiter noch auf dem Pferd sitzt, ist dabei unerheblich.

Sportwetten werden für alle Gesellschaftsschichten greifbar

Der große Pferderennen-Boom kam dann im 18. Jahrhundert. Hier wurde in Großbritannien die Tradition dieses Pferdesportes wiederbelebt und es entstand eine regelrechte Sportwettkultur, die sich dann weltweit ausgebreitet hat. In diesem Zuge wurden die ersten Buchmacher gegründet, da die Menschen nicht allein den Verlauf des Rennens beobachten wollten. Sie fanden Vergnügen daran, auf den Ausgang des Spiels zu setzen.

Hier entwickelte sich erstmals die Tradition, neben den Wetten auf den Sieger des Rennens, auch auf die Reihenfolgen, wie die Teilnehmer das Ziel erreichten, zu tippen. Das Wetten war allerdings anfangs nicht legal. Dadurch, dass es so populär war, wurde es aber durchaus geduldet. Das Geld, das bei den Spielen eingenommen wurde, floss häufig zurück in die Veranstaltung, um diese zu finanzieren. Erst 1961 wurden die Sportwetten auf Pferderennen legalisiert und auch heute noch gibt es einige Anbieter in Deutschland dafür.

Neben den Pferderennen wurden zu dieser Zeit auch andere Sportarten zum Wetten sehr beliebt. So zum Beispiel das Rudern, Boxen und schließlich der Fußball. In Großbritannien erfreuten sich immer mehr Menschen an diesem Sport und das erste große Länderspiel der Geschichte fand 1872 statt. England spielte damals gegen Schottland und gleich darauf wurden die Wanderers London zum allerersten Sieger im ältesten Fußballwettbewerb der Welt gekürt.

Von Großbritannien aus breitete sich der Fußball weiter aus. In den 80er-Jahren wurden die ersten deutschen Vereine in Hamburg, Karlsruhe und Berlin gegründet. Dadurch, dass weltweit immer mehr Vereine entstanden, entschied man sich dazu, zusammen zu kommen und die erste Meisterschaft zu veranstalten.

Dies führte zu einem Boom bei den Fußball-Sportwetten 1921 in England. Das Wettspiel Toto wurde eingeführt und bald erfreute es sich in Europa und damit auch in Deutschland größter Beliebtheit. Neben Toto waren aber die klassischen Buchmacher noch immer sehr beliebt. Man besaß ein eigenes Wettkonto, dass man per Überweisung aufladen konnte. Die Wette konnte dann per Telefon platziert werden.

Da es noch kein Internet gab und die Tipps teilweise sogar per Post oder Fax abgegeben werden mussten, war es für die Buchmacher sehr umständlich und langwierig, viele Menschen für das Spielen zu begeistern. Erst mit dem Einzug des Internets und mit dem Beginn der Online-Wetten konnten sie einen viel größeren Kreis an Menschen erreichen. Heute kann jeder bequem von zu Hause aus seinen Tipp abgeben, ohne dafür eine Sportstätte aufsuchen zu müssen. Das hat die Tradition des Wettens revolutioniert und für alle Menschen gleichermaßen zugänglich gemacht.

Pferderennen dagegen sind heute für viele nicht nur Anlaufpunkt für große Wetten, sondern haben auch einen gewissen Kult Status. Vor allem in Großbritannien und Australien ist es ein Sehen- und Gesehen werden, wo man sich mit auffälligem Hut schmückt, den neuesten Tratsch lauscht und dabei versucht, sein Vermögen zu vermehren.