ratiopharm ulm siegt im EuroCup gegen Basket Brescia Leonessa

Gelungener Einzug in die Top 16

Das Beste zum Schluss – so könnte man die beiden letzten EuroCup-Siege von ratiopharm ulm zusammenfassen. Hatte das Team von Head Coach Thorsten Leibenath letzte Woche beim Heimsieg über Andorra – das die Hauptrunde als Zweiter abschloss – schon sehr stark gespielt, legten die Ulmer in Brescia noch einen oben drauf.

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Bild: ratiopharm ulm
Mit einem 15:0-Lauf Mitte des ersten Viertels erwischten die Gäste Brescia kalt und verteidigten das früh erspielte Polster bis zum Schluss mit Einsatz und Nervenstärke. Der erste Ulmer Auswärtssieg in dieser EuroCup-Saison ist der insgesamt fünfte Erfolg auf internationalem Parkett und letztlich auch der wichtigste: Denn ratiopharm ulm steht nach einem Jahr Abstinenz (2018) erneut unter den besten 16 EuroCup-Teams.

Die Nervosität, die einem „Do-or-Die“-Spiel anhaftet – denn bei einer Niederlage wäre das EuroCup-Abenteuer vorbei gewesen – merkte man ratiopharm ulm nur in den ersten Minuten an. Während die Ulmer zu Beginn nur über Fastbreaks zu Punkten kamen, hatten die Italiener zunächst die Kontrolle über das Spiel (12:8). Erst ein Ulmer 10:0-Lauf brachte den ersten „Momentum Changer“. So netzte der anfangs sehr aktive Dwayne Evans in der 7. Minute per Dreier zum 12:18 ein. Und die Ulmer ritten die Welle bis zum 12:26 (9.) weiter und schlossen das erste Viertel mit einer klaren Rebound-Überlegenheit (14:4) und einer 17:28 Führung ab.

Nach 13 Minuten musste man sich aus Ulmer Sicht schon ein wenig die Augen reiben: Während die Gastgeber in den ersten Minuten des zweiten Viertels offensiv gar nichts zustande brachten, zauberten die Ulmer acht Zähler in Folge aufs Scoreboard und lagen nach einem Fastbreak Alley Oop von Green mit 17:38 in Front.
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Auch ein 5:0-Lauf Brescias änderte nichts am konzentrierten Ulmer Auftritt (22:44, 16.). Erst in den letzten drei Minuten der ersten Hälfte mussten die Gäste eine Stress-Situation bzw. einen 8:0-Lauf der Italiener überstehen, den jedoch Patrick Miller mit zwei Fastbreak-Punkten konterte. In die große Pause ging ratiopharm ulm, das sich nur drei Ballverluste geleistet, dafür neun Rebounds mehr als Brescia gesichert hatte, so mit einer 35:51-Führung.

Dann irrte sich Ismet Akpinar, dar in der Halbzeit gesagt hatte: „Im zweiten Durchgang wird das ganz anders aussehen – die Italiener werden aggressiv sein.“ Doch es waren weiter die Ulmer, die das Tempo vorgaben und nach 25 Minuten mit 40:62 führten. Nur kurzzeitig ließ ratiopharm ulm Brescia wieder Lunte riechen: Bedingt durch einen Turnover im Spielaufbau und einen schlechten Ulmer Abschluss gelang den Italienern ein 6:0-Lauf zum 48:64 (27.). Bis auf 51:66 robbte sich Brescia – das sich in dieser Phase auf Topscorer Jordan Hamilton (30 Punkte) verlassen konnte – heran, ehe David Krämer mit einem Dreier die Antwort lieferte und die 16-Punkte-Führung vor dem Schlussviertel sicherte.

Und die Ulmer behielten auch die Nerven, als Brescia im Schlussviertel dann wirklich aggressiver wurde, und die Führung bis auf 13 Punkte anknabberte (66:79). Mit einem klugen Anspiel von Miller auf Evans und einem eiskalten Dreier von Akpinar verschafften sich die Gäste wieder Luft (66:83, 35.) Und dann war der Widerstand der Italiener endgültig gebrochen: Als Green drei Minuten vor dem finalen Buzzer zum 69:92 ablegte, war die Partie entschieden. Der Rest war zunächst lockeres „Ausschwimmen“ und dann Ulmer Freude pur! Mit strahlenden Gesichtern bedankte sich das Team bei den mitgereisten Fans.