Spatenstich am Gersthofer Bahnhof

Bau der Eisenbahnüberführung läutet wegweisende Baumaßnahmen ein

Am 18. März nahmen Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr gemeinsam mit Gersthofens Erstem Bürgermeister Michael Wörle, stellvertretender Landrätin Anni Fries und den verschiedenen Projektbeteiligten nun symbolisch den Spaten in die Hand. Denn vor einigen Tagen ging es los mit dem Bau der Eisenbahnüberführung, welche künftig Fußgängern und Radfahrern das komfortable und sichere Wechseln der Gleise möglich macht.

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Spatenstich am Gersthofer BahnhofBild: Ann-Christin Joder
Sperrpause zum Einschub – danach folgt barrierefreier Umbau
Doch bis dahin heißt es vom 19. bis 24. Juni auf der Bahnstrecke von Augsburg nach Donauwörth: Sperrpause. Bereits mit drei Jahren Vorlauf musste dieses Zeitfenster mit der Deutschen Bahn vereinbart werden, um die neue Eisenbahnüberführung an die vorgesehene Stelle zu setzen. Dieses tunnelartige Bauwerk wird ab sofort neben der Bahnlinie fertiggestellt und dann in den fünf Junitagen in die eigentliche Position eingeschoben. Überregionale Züge werden in dieser Zeit zwischen Gersthofen und Gablingen umgeleitet.

Nach Fertigstellung dieser Maßnahme, geht es rund um die Gleise umfangreich weiter. Neben neuen Servicespangen mit abschließbaren Fahrradboxen und WC-Häuschen entstehen auch barrierefreie Bahnsteige inklusive Aufzug und Rampen. Auch an neueste Mobilitätsanforderungen wurde gedacht – Elektrotanksäulen für PKW wie auch Fahrrad werden hergestellt.
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„Kiss & Ride“-Zonen auf beiden Seiten des Bahnhofs und ein kleines Parkgelände im jetzigen Bahnhofswäldchen sorgen außerdem für zusätzlichen Komfort und Aufenthaltsqualität, ebenso wie neue verkehrliche Lösungen.

Verkehr rund um den Bahnhof im Fokus, ein neuer Kreisverkehr entsteht
Bushaltestellen werden städteplanerisch klug positioniert, über Rampen und Aufzüge geht es dann einfach zum Gleis. Und auch für den Autofahrer wird es komfortabler: ein neu geschaffener Kreisverkehr auf Höhe der Beethovenstraße soll für den reibungslosen Verkehrsfluss sorgen.

Durchgängige Konzepte für Mobilität auf neuem Niveau – all das lässt sich die Stadt Gersthofen etwas kosten: über 10 Millionen Euro werden investiert, für Teilbereiche der auch für den Wirtschaftsraum wichtigen Maßnahme können Förderungen vom Freistaat fließen. Das macht auch Bayerns Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart deutlich: „Mit dem heutigen Baubeginn geben wir den Startschuss für eine zukunftsfähige Infrastruktur in und um Gersthofen. Die neue zusätzliche Bahnüberführung für Fußgänger und Radfahrer wird den Verkehr an dieser Stelle sicherer machen. Viel Gutes kommt noch: Mit weiteren Maßnahmen rund um das Bahnhofsgelände wird eine „Mobilitätsdrehscheibe Gersthofen“ entstehen. Auch der Freistaat Bayern wird sich bei einigen der Folgemaßnahmen umfangreich beteiligen. Denn nur wenn alle Akteure an einem Strang ziehen, können wir unser gemeinsames Ziel eines attraktiven Nahverkehrs erreichen.“