
Bild: Sammlung Gernot Römer
Aufgestellt und ausgegrenzt
Vom 11. September bis 15. November 2026 widmet sich eine Ausstellung im Viermetzhof des Maximilianmuseums Augsburg den Lebenswegen jüdischer Sportlerinnen und Sportler aus Augsburg und Bayerisch-Schwaben.
Sportvereine waren schon im 19. und frühen 20. Jahrhundert wichtige Orte des gesellschaftlichen Miteinanders. Auch jüdische Menschen waren selbstverständlich Teil des Sport- und Vereinslebens. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 änderte sich dies grundlegend: Jüdische Sportlerinnen und Sportler wurden aus Vereinenausgeschlossen und zunehmend aus dem gesellschaftlichen Leben verdrängt.
Die Ausstellung zeigt unter anderem die Geschichte der Privaten Tennisgesellschaft Augsburg, die für einige jüdische Sportlerinnen und Sportler während der Verfolgung einen letzten geschützten Raum und ein Stück Normalität bot. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die Zeit nach 1945 und die Frage, wie Sportvereine heute mit ihrer Geschichte umgehen.
Entstanden ist die Wanderausstellung in einem gemeinsamen Projekt des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben, des FC Augsburg und Studierender der Universität Augsburg. Die Studierenden recherchierten Biografien jüdischer Sportlerinnen und Sportler und ihrer Vereine und waren an der Entwicklung der Ausstellung beteiligt.
Die erste Station befindet sich im Maximilianmuseum. Der Eintritt ist frei. Kostenlose öffentliche Führungen finden am 20. September, 13. Oktober und 15. November jeweils um 16 Uhr statt. Für die Führungen ist eine Anmeldung beim Jüdischen Museum Augsburg Schwaben erforderlich.
Eintritt frei




