
Bild: Augsburger Domsingknaben_Tatjana Voigt
MISSA SALISBURGENSIS von Heinrich Ignaz Franz Biber
Mit Heinrich Ignaz Franz Bibers „Missa Salisburgensis à 53 voci“ gelangt im Herbst 2026 eines der monumentalsten Werke der Barockzeit in einer außergewöhnlichen Besetzung auf die Bühne. Anlass ist das 50-jährige Bestehen der Augsburger Domsingknaben, die gemeinsam mit dem Barockensemble des Bayerischen Staatsorchesters und dem Schweizer Ensemble Les Cornets Noirs auf eine vierteilige Jubiläumstournee gehen – mit Stationen in München, Augsburg, Hamburg und Dresden.
Das Werk, das um 1682 anlässlich der 1100-Jahr-Feier des Erzbistums Salzburg entstand, gilt als eines der gewaltigsten Klangdenkmäler seiner Zeit. Mit zwei achtstimmigen Doppelchören und mehr als 40 solistischen Instrumentalisten entfaltet Biber eine architektonische Pracht, die ihresgleichen sucht – und nur selten in dieser Dimension zu erleben ist.
„Die Missa Salisburgensis ist ein klingendes Monument des europäischen Hochbarock – von fast überirdischer räumlicher Wirkung“, sagt Domkapellmeister Stefan Steinemann. „Dass wir sie aus Anlass unseres Jubiläums mit einem Ensemble dieser Qualität aufführen dürfen, ist ein Privileg – und zugleich ein Bekenntnis zur lebendigen Tradition der Musica Sacra.“
Die Augsburger Domsingknaben, gegründet 1976 von Reinhard Kammler, zählen heute zu den bedeutendsten Knabenchören Deutschlands. 2024 wurden sie in das Immaterielle Kulturerbe Bayerns aufgenommen. Ihre Verbindung von vokaler Klarheit, historischer Aufführungspraxis und klanglicher Größe macht sie zu einem seltenen Klangkörper, der sowohl sakrale als auch konzertante Musik auf höchstem Niveau interpretiert.
Das Bayerische Staatsorchester, das 2025 bereits zum elften Mal in Folge von der Zeitschrift Opernwelt zum „Orchester des Jahres“ gewählt wurde, bringt mit seinem Barockensemble die instrumentale Strahlkraft der Epoche ein. Das Basler Ensemble Les Cornets Noirs, Preisträger des concours musica antiqua beim Festival van Vlaanderen Brugge, ergänzt mit seiner Virtuosität auf Zink und Posaune den authentischen Gesamtklang.
„Diese Konstellation ist in Europa einzigartig“, betont Leonhard Fitz, kaufmännischer Geschäftsführer der Domsingknaben. „Die Zusammenarbeit dieser drei Klangkörper ermöglicht eine historisch informierte Aufführungspraxis auf höchstem Niveau – an Orten, die für dieses Repertoire ideal sind.“
Tourneedaten Herbst 2026
• 25. Oktober 2026 – Herkulessaal München
• 30. Oktober 2026 – Hoher Dom zu Augsburg
• 2. November 2026 – Elbphilharmonie Hamburg
• 3. November 2026 – Kreuzkirche Dresden
Ein Projekt von europäischem Rang, das Musikgeschichte hörbar macht – und zugleich ein klingendes Jubiläum für einen Chor, der seit fünf Jahrzehnten die Tradition der Musica Sacra in Bayern prägt.
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