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Bild: Transferzentrum Frieden Augsburg
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Geteilte Trauer, gemeinsame Hoffnung: Parents Circle spricht in Augsburg über Frieden

Das Transferzentrum Frieden Augsburg lädt herzlich zu einem Abend mit dem Parents Circle — Families Forum ein. Darin arbeiten seit über 30 Jahren israelische und palästinensische Familien zusammen, die durch Gewalt, Terror und Krieg Angehörige verloren haben. Trotz ihres tiefen persönlichen Leids setzen sie sich konsequent für Dialog, Verständigung und ein Ende des Konflikts ein. Statt Hass wählen sie den Weg der geteilten Trauer. Ihr Anliegen ist nicht Vergebung, sondern die Transformation von Schmerz in Hoffnung — und die Überzeugung, dass Frieden nur durch gegenseitiges Zuhören und Anerkennen der unterschiedlichen Sichtweisen möglich ist. Der Parents Circle wurde 1995 gegründet und ist ungeachtet aller Eskalationen bis heute aktiv. Nach dem Hamas-Massaker an israelischen Zivilist*innen am 7. Oktober 2023 schlossen sich weitere Betroffene an — darunter Angehörige der Ermordeten sowie ehemalige Hamas-Geiseln. Gleichzeitig engagieren sich palästinensische Familien, von denen viele im Krieg im Gazastreifen zahlreiche Angehörige verloren haben. Diese Veranstaltung bietet die seltene Gelegenheit, diese außergewöhnlichen palästinensischen und israelischen Stimmen zu hören, die sich der Gewalt und den Vergeltungsgedanken entziehen — und stattdessen für Menschlichkeit, Dialog und Frieden eintreten.

Unsere Gäste werden sein:

Laila al-Sheikh lebt in Bethlehem im Westjordanland und hat Rechnungswesen und Betriebswirtschaft studiert. 2002 starb ihr sechs Monate alter Sohn Qussay, nachdem er bei einem Einsatz der israelischen Armee Tränengas eingeatmet hatte und ihm der rechtzeitige Zugang zu medizinischer Hilfe verwehrt worden war. Statt nach Rache zu sinnen, setzt sich Laila seither für eine friedlichere Zukunft für ihre Kinder ein. Seit 2016 ist sie Mitglied im „Parents Circle“. „Unsere Lebensumstände sind unterschiedlich“, sagt sie, „aber wir teilen denselben Schmerz und dieselben Tränen.“

Michal Halev arbeitete als Frauenberaterin und nutzte Kunst, um Menschen zu verbinden. Ihr einziges Kind, Laor Abramov Halev, wurde am 7. Oktober 2023 im Alter von 20 Jahren auf dem Nova-Musikfestival von der Hamas getötet. Der Verlust veränderte ihr Leben grundlegend. „Ich flehe die Welt an: Beendet alle Kriege, hört auf, Menschen zu töten, hört auf, Babys zu töten“, sagte sie kurz nach Laors Tod. „Krieg ist keine Lösung, mit Krieg lässt sich nichts regeln … Ich will keine Rache in meinem Namen.“ Seither widmet sich Michal dem Andenken ihres Sohnes und engagiert sich seit 2024 im „Parents Circle“.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Transferzentrums Frieden Augsburg mit pax christi Augsburg, dem Evangelischen Forum Annahof, und der VVN-BDA.

Location:

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