moderne Kunst auf dem Land
„Moderne Kunst auf dem Land“ zum 2. Mal in Schmiechen
Was geschieht, wenn fünf Malerinnen und Maler aus derselben Region aufeinandertreffen, deren künstlerische Handschriften kaum unterschiedlicher sein könnten?
Am 7. und 8. November 2026 lässt sich das bei der 2. Vernissage „Moderne Kunst auf dem Land“ in
Schmiechen erleben.
In den Räumen des örtlichen CoWorkings am Saumweg 2 präsentieren Dr. Alexander Zietzschmann, Dagmar Wirths, Evi Tannheimer, Dr. Joachim Weber und Monika Roschätsky neue Arbeiten und fünf sehr eigenständige Positionen zeitgenössischer Malerei.
Fünf Künstler – fünf eigene Wege
Dr. Alexander Zietzschmann widmet sich einer Malerei, bei der man schon einmal zweimal hinsehenmuss, um sich zu vergewissern, dass man tatsächlich vor einem gemalten Bild steht.
Seine hyperrealistischen Arbeiten beeindrucken durch Präzision und Detailreichtum. Zietzschmann malt seit seiner Kindheit und verbindet in zahlreichen Arbeiten seine Kunst mit seiner besonderen Beziehung zur Luftfahrt. Unter anderem war er mehrfach als ausstellender Künstler bei der AERO in Friedrichshafen vertreten.
Dagmar Wirths, Initiatorin der Schmiechener Vernissage, bewegt sich bewusst im Spannungsfeldzwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion.
Im Zentrum ihrer figurativ-expressionistischen Arbeiten stehen häufig Menschen, insbesondere Frauen, Gesichter und Körper. Dabei geht es weniger um naturgetreue Darstellung als um Ausdruck, Stimmung, Beziehungen und das, was sich hinter dem unmittelbar Sichtbaren verbirgt.
Einen völlig anderen Weg beschreitet Evi Tannheimer.
Ihre rein abstrakten Arbeiten leben von kräftigen Farben, Bewegung und einer heiteren, lebendigen Bildsprache. Gegenständliche Vorgaben treten zurück; Farbe und Fläche dürfen selbst zum eigentlichen Bildinhalt werden.
Monika Roschätsky erweitert die Acrylmalerei durch Collageelemente. Materialien und Strukturen werden Teil der Komposition, schaffen unterschiedliche Ebenen und lassen Malerei und Collage miteinander in Beziehung treten.
Eine ganz eigene Ruhe bringen schließlich die Arbeiten von Dr. Joachim Weber in die Ausstellung. Seine klaren, reduzierten Landschaften leben von Weite und einer beinahe stillen Bildsprache. Kleine Flugzeuge, die immer wieder in seinen Kompositionen auftauchen, setzen darin feine und überraschende Akzente.
Die Ausstellung versucht bewusst nicht, fünf Künstler unter einem gemeinsamen Stil zu versammeln.Im Gegenteil: Ihre Verschiedenheit macht ihren besonderen Reiz aus.
Abstraktion darf neben Hyperrealismus stehen, expressive Figur neben reduzierter Landschaft, leuchtende Farbflächen neben Collage.
So verändert sich beim Gang durch die Ausstellung von Bild zu Bild nicht nur die Technik, sondern auch die Art, die Welt wahrzunehmen und malerisch zu interpretieren.
Initiiert wurde „Moderne Kunst auf dem Land“ von Dagmar Wirths. Dahinter steht die Überzeugung,dass zeitgenössische Kunst keine Großstadtadresse benötigt. Auch jenseits etablierter Galerien gibt es eigenständige künstlerische Positionen – und Menschen, die neugierig darauf sind, verbunden durch die Freude an der Malerei und die Verbundenheit mit der Region.
Ebenso wichtig ist der persönliche Austausch. Während des Vernissage-Wochenendes sind die fünf Künstlerinnen und Künstler vor Ort. Besucher können mit ihnen ins Gespräch kommen, nach Arbeitsweisen und Entstehungsgeschichten fragen, diskutieren – oder die Bilder ganz ohne Erklärung auf sich wirken lassen.
Wann?: Samstag, 7. November 2026, ab 14.00 Uhr
Sonntag, 8. November 2026, ab 10 Uhr
Wo? CoWorking in Schmiechen, Saumweg 2, 86511 Schmiechen
Die Ausstellung bleibt anschließend bis einschließlich 21. November 2026 täglich zugänglich.
Kontakt: Dagmar Wirths – Initiatorin, Tel. 0151-28748400, E-Mail: Moggalla@Arcor.de



