
Bild: Fotocredits: Ulrike Sommer
Konzerthaus Heidenheim
Alfred-Bentz-Straße 689522 Heidenheim
Cello und Klavier - Christoph Heesch und Nuron Mukumi in concert
Programm
Ludwig van Beethoven
Sieben Variationen über „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ aus Mozarts „Die Zauberflöte“ für Klavier und Violoncello Es-Dur, WoO 46
Sonate für Klavier und Violoncello C-Dur, op. 102 Nr. 1
Franz Schubert
An den Mond, D 193; arrangiert für Violoncello und Klavier
– Pause –
Franz Schubert
Sonate für Arpeggione oder Violoncello und Klavier a-Moll, D 821
Im Abendrot, D 799; arrangiert für Violoncello und Klavier
Fantasie für Klavier und Violine C-Dur, D 934; Fassung für Violoncello und Klavier
Konzertinformationen
Konzert: Cello Rezital · Duo Heesch & Mukumi Konzert und CD-Präsentation
Mitwirkende: Christoph Heesch, Violoncello und Nuron Mukumi, Klavier
Termin: Samstag, 07. November 2026, 19:30 Uhr
Ort: Konzerthaus Heidenheim
Karten: https://lachenmann-music.com/event/lachenmann-music-heeschmukumi-cd-prasentation-heidenheim/
Oder telefonisch unter: 07531 369 48 25
Veranstalter: Lachenmann Music · Lachenmann GmbH
Wenn Cello und Klavier gemeinsam singen
Christoph Heesch und Nuron Mukumi mit Beethoven und Schubert im Konzerthaus Heidenheim – Rezital und CD-Präsentation am 27. November 2026, 19:30
Gesangliche Intensität, feinste Klangfarben und virtuose Leidenschaft: Christoph Heesch und Nuron Mukumi gestalten am Samstag, den 07.November im Konzerthaus Heidenheim ein Rezital mit Werken von Ludwig van Beethoven und Franz Schubert. Das Programm führt von Beethovens Mozart-Variationen und seiner ausdrucksstarken C-Dur-Sonate op. 102 Nr. 1 zu Schuberts Liedkunst, der Arpeggione-Sonate und der großen Fantasie D 934. Der von Lachenmann Music veranstaltete Abend steht zugleich im Zeichen der gemeinsamen Schubert-CD der beiden Künstler beim Label Decurio.
Zwei Persönlichkeiten – ein musikalischer Dialog
Christoph Heesch zeichnet sich durch einen wandlungsfähigen, gesanglichen Celloton aus, der Wärme und Ausdruckskraft mit präziser Gestaltung verbindet. Seine Virtuosität zeigt sich nicht nur in der Beweglichkeit des Spiels, sondern ebenso in der Fähigkeit, eine Phrase zum Sprechen zu bringen. Die Fachzeitschrift Pizzicato würdigte sein Spiel auf der Einspielung The Golden Age – Cello 1925 mit den Worten „Ein blühender, gesanglicher Ton von großer Intensität“ und hob sein sensibles Zusammenspiel mit den musikalischen Partnern hervor.
Der Berliner Cellist ist seit 2023 Erster Solocellist des SWR Symphonieorchesters und seit 2019 Mitglied des Philharmonischen Streichquartetts Berlin. Beim Grand Prix Emanuel Feuermann 2022 erhielt er den zweiten Preis und den Publikumspreis. Seine Erfahrung als Solist, Kammer- und Orchestermusiker verbindet klangliche Eigenständigkeit mit ausgeprägter Aufmerksamkeit für das Gegenüber.
Nuron Mukumi bringt ein Klavierspiel ein, in dem Anschlagskultur, dynamische Differenzierung und erzählerische Kraft zusammenfinden. Er entfaltet virtuose Energie ebenso überzeugend wie die konzentrierte Spannung leiser Passagen. Als „großer Lyriker mit beseeltem Spiel“ wurde er 2025 von Online Merker nach einem Beethoven-Auftritt mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz beschrieben. Die Rezension würdigte seinen klaren, differenzierten Anschlag und eine technische Souveränität, die ganz im Dienst des Ausdrucks steht. Im selben Jahr erhielt der deutsch-usbekische Pianist den Berenberg Kulturpreis.
Für das Heidenheimer Rezital verspricht diese Begegnung mehr als den Wechsel zwischen Melodie und Begleitung. Das Programm fordert zwei gleichberechtigte Stimmen: Das Violoncello entfaltet den Gesang, das Klavier öffnet harmonische Räume und setzt eigene Impulse. Aus gemeinsamem Atem, aufmerksamer Antwort und klanglicher Fantasie entsteht ein Dialog, in dem musikalische Intensität und kammermusikalische Feinheit zusammenfinden.
Von Mozarts Opernduett zu Beethovens später Sonatenkunst
Den Auftakt bilden Beethovens sieben Variationen Es-Dur WoO 46 über „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ aus Mozarts Die Zauberflöte. Das Opernduett wird zum Ausgangspunkt eines geistreichen instrumentalen Gesprächs. Darauf folgt die Sonate für Klavier und Violoncello C-Dur op. 102 Nr. 1 aus dem Jahr 1815: ein konzentriertes, formal eigenwilliges Werk, in dem innige langsame Abschnitte und energische Bewegung unmittelbar aufeinandertreffen. Schuberts An den Mond D 193, in einer Bearbeitung für Violoncello und Klavier, beschließt den ersten Teil mit einer lyrischen Hinwendung zu Erinnerung und Sehnsucht.
Schuberts Gesang ohne Worte
Nach der Pause eröffnet die Arpeggione-Sonate a-Moll D 821 den ganz Schubert gewidmeten zweiten Teil. Gesangliche Weite, tänzerische Leichtigkeit und virtuose Beweglichkeit prägen dieses Werk. Das Lied Im Abendrot D 799, ebenfalls in einer Bearbeitung für Violoncello und Klavier, schafft anschließend einen Moment der Sammlung. Den Abschluss bildet die große Fantasie C-Dur D 934, ursprünglich für Klavier und Violine geschrieben und hier in einer Fassung für Violoncello und Klavier zu hören. In ihrem Zentrum steht die Melodie des Liedes Sei mir gegrüßt: Aus dem Gesang entwickelt sich eine weitgespannte Instrumentalform von großer Ausdruckskraft und höchstem spieltechnischem Anspruch.
Die gemeinsame Schubert-CD
Die gemeinsame Aufnahme für das Label Decurio widmet sich Schubert und verbindet das Rezital mit dem diskografischen Schaffen des Duos. Das als CD-Präsentation angekündigte Konzert bietet Gelegenheit, die beiden Künstler mit diesem musikalischen Schwerpunkt live zu erleben: als eigenständige Persönlichkeiten und als Partner eines gemeinsamen künstlerischen Projekts.
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