
Bild: Jüdisches Museum Augsburg Schwaben
Lebenslinien 2.0
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Lebenslinien 2.0« berichten Nachfahren der Augsburger Vorkriegsgemeinde von den langfristigen Auswirkungen der Schoa auf ihre Familiengeschichten. Die nationalsozialistische Verfolgung hinterließ nicht nur bei den Überlebenden, sondern auch bei ihren Kindern und Enkeln tiefe Spuren, die bis in die nachfolgenden Generationen hineinwirken.
Im Mittelpunkt des Abends steht Michael Guggenheimer, der in Tel Aviv als Sohn eines Augsburgers und einer Görlitzerin geboren wurde. Seine Augsburger Großeltern Julius und Anna Guggenheimer hat er nie kennengelernt. Drei Jahre vor seiner Geburt nahmen sie sich 1943 das Leben, nachdem sie erfahren hatten, dass ihre Deportation für den folgenden Morgen vorgesehen war.
Michael Guggenheimer lebt heute in Zürich. In seiner Familiengeschichte beschäftigen ihn bis heute die Fragen, weshalb seine Großeltern trotz vorhandener Visa nicht rechtzeitig aus Deutschland flohen und weshalb sie bis zuletzt darauf vertrauten, von der nationalsozialistischen Verfolgung verschont zu bleiben.
Die persönliche Lebensgeschichte gibt Einblick in das Schicksal einer deutsch-jüdischen Familie und beleuchtet, wie die Erfahrungen von Verfolgung, Verlust und Flucht in den nachfolgenden Generationen weiterwirken.
Eintritt: 8 € | ermäßigt 5 €



