15 Jahre St. Gregor Kinderhaus: Ein Ort zum Wachsen, Lernen und Wohlfühlen
Gemeinsam mit Wegbegleitern, Familien, Mitarbeitenden und Vertretern aus Politik und Gesellschaft blickte die Einrichtung auf 15 erfolgreiche Jahre zurück.
Manchmal braucht es für ein gelungenes Fest nicht unbedingt Sonnenschein. Zwar zeigte sich das Wetter am Freitag nicht von seiner besten Seite, die Stimmung im St. Gregor Kinderhaus in Augsburg war dennoch von Herzlichkeit, Dankbarkeit und vielen schönen Erinnerungen geprägt. Mit einem Festakt und einem anschließenden Kinderfest feierte die Einrichtung ihr 15-jähriges Bestehen. Zahlreiche Gäste, darunter Augsburgs Oberbürgermeister Florian Freund, Vertreter der Kooperationspartner, Eltern, Mitarbeitende sowie langjährige Wegbegleiter, waren gekommen, um gemeinsam auf die Entwicklung des Kinderhauses zurückzublicken.
Als das St. Gregor Kinderhaus vor 15 Jahren seine Türen öffnete, war die Idee ebenso einfach wie wegweisend: Familien sollten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützt werden, gleichzeitig sollte ein Ort entstehen, an dem Kinder individuell gefördert und begleitet werden können. Unter Federführung der Katholischen Waisenhaus-Stiftung entstand am Katzenstadel ein Kinderhaus mit einem besonderen Konzept. Ursprünglich als Betriebskindergarten für Mitarbeitende verschiedener Augsburger Institutionen und Organisationen gegründet, entwickelte sich die Einrichtung schnell zu einem wichtigen Bestandteil der Kinderbetreuung in der Innenstadt.
Heute werden hier bis zu 130 Kinder vom ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt betreut. Neben Kindern der Kooperationspartner stehen freie Plätze auch weiteren Familien offen.
„Ich bin da, das ist wunderbar“ Dieser Leitsatz begleitet das Kinderhaus seit seiner Gründung und beschreibt bis heute die pädagogische Grundhaltung der Einrichtung. Im Mittelpunkt stehen die Kinder mit ihren individuellen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Entwicklungsschritten.
Vertrauensvolle Beziehungen, Mitbestimmung, Respekt, Gleichberechtigung und demokratische Werte bilden die Grundlage der täglichen Arbeit. Ziel ist es, Kindern nicht nur Betreuung zu bieten, sondern einen Lebensraum, in dem sie sich entfalten, ausprobieren und entwickeln können.
Dass dieses Konzept seit vielen Jahren erfolgreich gelebt wird, zeigte sich auch bei den zahlreichen Grußworten während der Jubiläumsfeier.
Dank an die Menschen hinter dem Kinderhaus
Besonders emotional wurde es, als die heutige Leitung des Kinderhauses auf die vergangenen Jahre zurückblickte. Seit 2023 führen Rebecca Gott und Christina Winter gemeinsam die Einrichtung.
In ihrer Ansprache beschrieben sie den Start ihrer gemeinsamen Leitungsaufgabe als Sprung ins kalte Wasser. Mit viel Engagement, gegenseitigem Vertrauen und einer großen Portion Optimismus sei es gelungen, die Herausforderungen gemeinsam zu meistern.
Gleichzeitig nutzten sie die Gelegenheit, um sich bei Geschäftsführerin Elfie Kleinfelder für ihre Unterstützung und ihr Vertrauen zu bedanken. Immer wieder wurde deutlich, wie sehr die Entwicklung des Hauses von den Menschen geprägt wird, die dort täglich arbeiten und Verantwortung übernehmen.
Mehrfach fiel an diesem Vormittag ein Satz, der sinnbildlich für das Kinderhaus steht: Die Mitarbeitenden seien das wichtigste Kapital der Einrichtung.
Wertvolle Einrichtung für Augsburg
Auch Oberbürgermeister Florian Freund würdigte die Bedeutung des Kinderhauses für die Stadt Augsburg. In seinem Grußwort betonte er, dass hier nicht nur Betreuungsplätze geschaffen wurden, sondern Lebens- und Lernräume, die Kinder in ihrer individuellen Entwicklung begleiten.
Zugleich hob er die besondere Zusammenarbeit zwischen Stiftung, öffentlichen Einrichtungen und weiteren Partnern hervor. Das Kinderhaus sei ein gelungenes Beispiel dafür, wie unterschiedliche Institutionen gemeinsam Verantwortung für Familien übernehmen können.
Feiern trotz Regen
Vom schlechten Wetter ließen sich die Gäste die gute Laune nicht verderben. Nach dem offiziellen Festakt stand vor allem das Miteinander im Mittelpunkt. Beim anschließenden Kinderfest warteten verschiedene Angebote auf die Familien. Für das leibliche Wohl war mit Pizza, Eis und weiteren Köstlichkeiten ebenfalls gesorgt.
Zwischen Gesprächen, Erinnerungen und vielen Begegnungen wurde deutlich, dass das St. Gregor Kinderhaus weit mehr ist als eine Betreuungseinrichtung. Für viele Familien, Kinder und Mitarbeitende ist es über die Jahre zu einem wichtigen Teil ihres Alltags geworden.
Fazit
15 Jahre St. Gregor Kinderhaus stehen für 15 Jahre gelebte Bildungs- und Betreuungsarbeit, für engagierte Mitarbeitende und für zahlreiche Kinder, die hier ihre ersten Lebensjahre verbringen durften.
Auch wenn die Sonne an diesem Jubiläumstag nicht zu sehen war, wurde eines deutlich: Die Wärme, die das Kinderhaus seit eineinhalb Jahrzehnten ausstrahlt, kommt von den Menschen, die diesen besonderen Ort Tag für Tag mit Leben füllen.















