Trinkwasser bleibt Spitzenqualität: swa passen Wasserpreise zum 1. Juli an

Neuer Bayerischer Wassercent und Investitionen in Versorgungssicherheit führen zu moderaten Preisanpassungen

Augsburg, 24. Juni 2026 – Die Stadtwerke Augsburg (swa) passen zum 1. Juli 2026 die Trinkwasserpreise an. Grund dafür sind der vom Freistaat Bayern eingeführte Wassercent sowie notwendige Investitionen in die langfristige Sicherung der Trinkwasserversorgung. Für einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt in einem Mehrparteienhaus bedeutet dies Mehrkosten von rund 1,80 Euro pro Monat. Gleichzeitig setzen die swa ihre jahrzehntelangen Anstrengungen für naturnahes, hochwertiges Trinkwasser und den Schutz der Wasserressourcen konsequent fort.

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Bild: swa
Wassercent und Investitionen machen Anpassung erforderlich
Ab dem 1. Juli erhebt der Freistaat Bayern einen sogenannten Wassercent auf die Entnahme von Grundwasser. Die Wasserversorger führen diese Abgabe an den Freistaat ab und berechnen sie über die Wasserrechnung weiter. Für Kundinnen und Kunden der swa erhöht sich dadurch der Wasserpreis um 13 Cent brutto pro verbrauchtem Kubikmeter Trinkwasser.

Zusätzlich steigt der monatliche Grundpreis pro Wasseranschluss um 3,75 Euro. Hintergrund sind gestiegene Baukosten sowie notwendige Investitionen in Brunnen, Leitungsnetze und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen an den Anlagen. Trotz dieser Anpassungen bleibt die Belastung für die meisten Haushalte überschaubar: Ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt zahlt künftig rund 1,80 Euro mehr pro Monat, in einem Einfamilienhaus liegt die monatliche Mehrbelastung bei etwa 5,20 Euro.



Seit Jahrzehnten Vorreiter beim Trinkwasserschutz
Die swa investieren seit vielen Jahren in den Schutz der Trinkwasserressourcen. Mit dem sogenannten „Augsburger Modell“ arbeiten die Stadtwerke gemeinsam mit Landwirten daran, den Eintrag von Schadstoffen in das Grundwasser zu minimieren. Durch Ausgleichszahlungen für umweltschonende Bewirtschaftung konnten die Nitratwerte im Augsburger Trinkwasser dauerhaft auf einem sehr niedrigen Niveau gehalten werden.

Darüber hinaus engagieren sich die swa gemeinsam mit Partnern aus dem Natur- und Landschaftsschutz für den Erhalt wertvoller Lebensräume im Trinkwasserschutzgebiet. Projekte wie Blühflächen, Streuobstwiesen oder naturnahe Waldstrukturen leisten dabei einen wichtigen Beitrag zum Arten- und Gewässerschutz.



Versorgungssicherheit trotz Klimawandel
Auch die Folgen des Klimawandels stellen die Wasserversorgung vor neue Herausforderungen. Zwar verfügt Augsburg dank der ergiebigen Grundwasservorkommen im Lechschotter über eine stabile Wasserversorgung, zunehmende Starkregenereignisse beeinflussen jedoch die natürliche Filterwirkung des Bodens.

Um die hohe Qualität des Trinkwassers langfristig zu sichern, setzen die swa auf moderne Horizontalfilterbrunnen. Diese erschließen tiefer liegende Grundwasserschichten und bieten zusätzlichen Schutz vor Verunreinigungen. Gleichzeitig wird das Trinkwasser regelmäßig und umfassend kontrolliert.


Höchste Qualität aus dem Wasserhahn
Trinkwasser zählt zu den am strengsten überwachten Lebensmitteln überhaupt. Die swa untersuchen das Wasser kontinuierlich auf mögliche Schadstoffe. Stoffe wie Medikamentenrückstände, Mikroplastik oder PFAS sind im Augsburger Trinkwasser derzeit nicht nachweisbar. Vorsorglich wurden zudem mehrere Brunnen außer Betrieb genommen, nachdem im Randbereich des Schutzgebietes PFAS im Grundwasser festgestellt worden waren.

Mit ihren Investitionen in Infrastruktur, Wasserqualität und Umweltschutz schaffen die swa die Grundlage dafür, dass auch künftige Generationen in Augsburg auf hochwertiges, sicheres und naturbelassenes Trinkwasser vertrauen können.