25 Jahre Titania: Ein Jubiläum, das Kinderaugen strahlen lässt

Mit einem großen Familientag startet das Titania Neusäß in seine Jubiläumsfeierlichkeiten – TRENDYone war mit den Kinderreporterinnen vor Ort.

Es gibt nicht viele Dinge, für die ein Teenager freiwillig früh aufsteht. Doch wenn es jemand schafft, dann offenbar das Titania in Neusäß. Als sich am Sonntagmorgen die Türen zum großen Jubiläums-Familientag öffneten, standen zwei junge TRENDYone-Reporterinnen schon bereit: Lilly (9) und Josy (14). Der Grund für ihre Motivation war schnell gefunden. „Da gibt’s doch diese riesige Trichterrutsche!“, meinte Josy grinsend – und konnte sich einen kleinen Seitenhieb auf ihre jüngere Kollegin nicht verkneifen: „Du darfst da doch sowieso noch gar nicht rutschen.“ Lilly nahm es gelassen. Schließlich wartete an diesem besonderen Tag noch jede Menge anderes Abenteuer.

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Bild: Nina Königs
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Schon beim Betreten des Titania wurde klar: Dieser Tag ist kein gewöhnlicher Badetag. Überall herrschte fröhliches Treiben, Kinder liefen aufgeregt durch die Gänge, Eltern unterhielten sich an den Stationen, und aus allen Richtungen hörte man Lachen, Musik und das fröhliche Plätschern aus den Becken.

Der große Jubiläums-Familientag bildete den offiziellen Auftakt für die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen des Titania Neusäß – und war ganz bewusst den Familien gewidmet. Bastelstationen, eine Fotowand, Glitzer-Tattoos, ein Glücksrad, Wasserspielgeräte und zahlreiche kleine Aktionen sorgten dafür, dass Kinder jeden Alters ihren Spaß hatten.

„Ich weiß gar nicht, wo ich zuerst hingehen soll“, sagte Lilly mit großen Augen, während sie zwischen Basteltisch und Glücksrad hin- und herschaute. Wenige Minuten später funkelte bereits ein Glitzer-Tattoo auf ihrem Arm. „Das bleibt jetzt mindestens eine Woche“, verkündete sie stolz.

Auch Josy ließ sich schnell von der Atmosphäre anstecken. „Ich dachte zuerst, ich schaue mir das nur kurz an“, meinte sie lachend. „Aber es ist echt cool hier. Man merkt, dass sich alle Mühe gegeben haben.“

Ein echter Publikumsmagnet war die Luftballon-Modellage mit Mr. Hagen. Geduldig formte er aus bunten Ballons Hunde, Schwerter, Blumen oder fantasievolle Figuren. Am Ende durfte jedes Kind eine Ballonfigur mit nach Hause nehmen. Lilly hielt ihre Kreation fest umklammert und erklärte ernsthaft: „Der kommt heute mit ins Bett.“

Für große Begeisterung sorgte auch das Clowness-Theaterstück „Das Seepferdchen Tiki wird vermisst“, bei dem die Kinder gemeinsam mit der Clownin und dem Titania-Maskottchen nach dem verschwundenen Seepferdchen suchten. Immer wieder riefen die kleinen Zuschauer laut ihre Ideen in den Raum, halfen beim Suchen und fieberten mit.

„Das war richtig spannend“, sagte Lilly hinterher. „Ich hab die ganze Zeit geguckt, wo sich Tiki versteckt hat.“

Währenddessen beobachtete Josy das Geschehen aus einer etwas anderen Perspektive. „Es ist lustig zu sehen, wie sehr sich die Kleinen freuen“, meinte sie. „Aber ehrlich gesagt finde ich es auch cool. Das hier ist irgendwie mehr als nur ein Schwimmbad.“

Und genau dieses Gefühl zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Titania. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2001 hat sich das Erlebnisbad zu einem festen Bestandteil der Freizeitkultur in der Region entwickelt. Jährlich besuchen rund 300.000 Gäste das Bad – vom Kleinkind, das seine ersten Schwimmversuche macht, bis zum Stammgast im Saunadorf.

Ursprünglich entstand das Titania aus einer klaren Idee: Neusäß brauchte ein modernes Bad für alle Generationen. Die alte Schwimmhalle an der Eichenwaldschule war längst zu klein geworden für den wachsenden Bedarf an Schwimmunterricht, Vereinssport und öffentlichem Badebetrieb. Mit einem Investitionsvolumen von rund 40 Millionen D-Mark wurde Ende der 1990er-Jahre schließlich eines der größten kommunalen Bauprojekte der Stadt realisiert.

Schon damals setzte man auf eine besondere Atmosphäre. Elemente wie echte Fischerboote, Kelohölzer aus Skandinavien oder orientalische Fliesen verleihen dem Bad bis heute seinen unverwechselbaren Charakter. Die Felsenlandschaften, das Piratenschiff und die berühmte Trichterrutsche – damals sogar die erste ihrer Art in Deutschland – machten das Titania schnell zu einem Publikumsmagneten.

Josy blickte nachdenklich auf das bunte Treiben im Bad und meinte: „Man merkt irgendwie, dass hier schon viele Erinnerungen entstanden sind. Meine Eltern waren früher schon hier.“

Ein weiteres Highlight des Jubiläumstags war die Möglichkeit für Kinder, kostenlos ein Schwimmabzeichen zu machen. Viele nutzten die Gelegenheit, ihr Seepferdchen abzulegen – und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Beckenrand hatten alle Hände voll zu tun.

Immer wieder applaudierten Eltern und Besucher, wenn ein Kind erfolgreich aus dem Wasser kam. „Das ist heute wirklich besonders“, erzählte eine Mitarbeiterin mit einem Lächeln. „So viele motivierte Kinder – da macht das Arbeiten gleich doppelt Spaß.“

Lilly beobachtete eine Gruppe frisch gebackener Seepferdchen-Träger und sagte leise: „Die sind bestimmt mega stolz.“

Neben all den Aktionen spürte man an diesem Tag vor allem eines: Herzlichkeit. Mitarbeitende halfen geduldig beim Basteln, erklärten Spiele, unterstützten Kinder im Wasser oder nahmen sich Zeit für Gespräche mit Familien.

„Alle sind total nett“, stellte Lilly irgendwann fest. „Man kann einfach überall fragen.“

Und wer glaubt, dass man im Titania nur ein paar Stunden verbringt, wird schnell eines Besseren belehrt. Viele Familien starteten ihren Tag hier schon am Vormittag – und ehe man sich versah, war es plötzlich Abend. Dazwischen lagen unzählige kleine Momente: Rutschen, Planschen, Spielen, Basteln und immer wieder ein kurzer Sprung ins Wasser.

Auch kulinarisch wird es den Gästen leicht gemacht, den ganzen Tag zu bleiben. Im Gastronomiebereich gibt es morgens erst einmal einen richtig guten Kaffee – perfekt für Eltern, während die Kinder schon die ersten Runden durchs Bad drehen. Später warten Klassiker wie Burger, Schnitzel mit Pommes, Spaghetti oder verschiedene Snacks. Für Kinder gibt es passende Portionen, für Erwachsene ebenso – und satt wird man auf jeden Fall. Die Preise bewegen sich dabei in einem Rahmen, der vergleichbar mit anderen Freizeitangeboten ist.

Zwischendurch liefen Kinder mit bunten Wasserbällen durch die Anlage, testeten Wasserspielgeräte oder kamen mit neuen selbst gebastelten Armbändern zurück. Gerade gegen Ende des Tages entstanden dort noch einmal kleine Kunstwerke, die stolz nach Hause getragen wurden.

Lilly hielt ihr gebasteltes Andenken hoch und sagte zufrieden: „Jetzt habe ich etwas, das mich immer an heute erinnert.“

Das Jubiläum beschränkt sich übrigens nicht auf diesen einen Tag. Unter dem Motto „Vier Monate – vier Länder: Reise um die Welt“ plant das Titania ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen. Themen-Saunanächte, Klangreisen, Ferienprogramme, besondere Events für Stammgäste und viele weitere Überraschungen sollen Besucher in den kommenden Monaten auf eine kleine Reise durch verschiedene Kulturen und Wellness-Traditionen mitnehmen.

Auch Josy zeigte sich beeindruckt: „Das klingt eigentlich wie Urlaub – nur dass man nicht weit fahren muss.“

Fazit:

Der Jubiläums-Familientag hat eindrucksvoll gezeigt, warum das Titania seit 25 Jahren so viele Menschen begeistert. Es ist mehr als ein Schwimmbad – es ist ein Ort voller Erinnerungen, Begegnungen und gemeinsamer Momente.

Für Lilly stand am Ende jedenfalls fest: „Wenn hier wieder so ein Familientag ist, komme ich sofort wieder.“

Und auch Josy zog ein positives Fazit: „Ich glaube, das ist genau der Grund, warum so viele Leute hierher kommen. Man fühlt sich einfach wohl.“

Ein Auftakt also, der Lust auf mehr macht – und ein Jubiläum, das gerade erst begonnen hat.