Augsburger Osterplärrer 2026, positive Bilanz zur Halbzeit

Die Verantwortlichen der Stadt, der Schausteller und der Sicherheit luden zur Pressekonferenz

Zur Halbzeit des Augsburger Plärrers zogen Veranstalter und Einsatzkräfte eine überwiegend positive Bilanz. Die Atmosphäre auf dem Festgelände wurde als friedlich beschrieben, größere Zwischenfälle blieben bislang aus. Zwar kam es an stark frequentierten Tagen zu kleineren Rangeleien, ernsthafte Gewaltdelikte wurden jedoch nicht verzeichnet.

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Bild: Tom Alt
Die schlechte Nachricht vorweg, für den 14.04. sind wieder Streiks im öffentlichen Personennahverkehr angekündigt. Mit Blick darauf wurde für diesen Tag ein Shuttle Service eingerichtet, sodass, gerade für die zu erwartenden älteren Besucher, ein bequemer und sicherer Transport, von den Bahnhöfen zum Festgelände, gewährleistet ist. Die Verantwortlichen verwiesen aber auch auf einen Streiktag in der vergangenen Woche, als die Besucher überwiegend zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Plärrer kamen.

Bei den Besucherzahlen ist man zufrieden, es wurde ein leichter Rückgang gegenüber dem Osterplärrer des letzten Jahres verzeichnet. Allerdings sind die Zahlen für die laufende Veranstaltung nicht ganz zuverlässig, weil das Zählsystem an vier Tagen nicht zu 100 % funktionierte. Nach einem sehr gut besuchten Eröffnungswochenende, am Ostersonntag und Ostermontag, war der bisher bestbesuchte Tag der vergangene Samstag, mit registrierten 41.000 Besuchern. Insgesamt kann man zur Halbzeit von rund 240.000 Festbegeisterten ausgehen.

Besonders auffällig ist der deutliche Rückgang schwerer Körperverletzungen sowie von Eigentumsdelikten wie Taschendiebstahl. Verstöße gegen das Waffengesetz wurden bislang nicht festgestellt. Lediglich vereinzelt kam es zu Verstößen gegen die Platzordnung, etwa durch das Mitführen von Taschenmessern. Auch offener Cannabiskonsum wurde auf dem Gelände bisher nicht beobachtet.

Einen leichten Anstieg gab es bei leichten Körperverletzungen, also Delikten wie Schubsereien und Rangeleien, in der Regel zwischen zwei Personen.
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Überhaupt aber nur in Bereichen, wo es Zeitweise zu Besucheranhäufungen kam, wie bei den Toiletten zB. Ursachen hierzu findet man in den meist fortgeschrittenen Tageszeiten mit erhöhtem Alkoholkonsum. Die Polizei ist insgesamt mit der Lage zur Halbzeit sehr zufrieden.

Das Rote Kreuz berichtet von bisher insgesamt über 100 verletzten Personen, was im Durchschnitt vergleichbarer Veranstaltungen liegt. 18 Personen mussten zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus transportiert werden.
 
Die Sicherheitslage blieb damit stabil – auch für die kommenden Tage rechnen die Verantwortlichen mit einem weiterhin friedlichen Verlauf des Volksfestes.

Zu einem „Großeinsatz“ aller Sicherheitsorgane kam es dennoch. Auf dem Gelände wurde ein Wellensittich entdeckt, der von der Polizei eingefangen und zur Plärrerwache gebracht wurde. Dort übernahmen die Sanitäter des Roten Kreuzes das Tier und versorgten es. Schließlich wurde der Vogel dann artgerecht von der Feuerwehr abtransportiert. So durften die Rettungskräfte, mit einem konkreten Notfall zeigen, dass sie im Zusammenspiel der Kräfte die Lage im Griff haben.