Bayer 04 Leverkusen : FC Augsburg 1:2
Ein Auswärtssieg dort, wo die Bilanz nicht gut ist
Die Statistik sprach im Vorfeld eindeutig für Leverkusen. Von insgesamt 31 Partien bis heute, konnte der FCA nur 3 für sich entscheiden, Immerhin konnte man auch sieben Remis erarbeiten, aber 21 mal ging Leverkusen als Sieger vom Platz. Die Fuggerstädter kamen also mit nicht mehr als der Hoffnung auf das Quäntchen Glück in die Bay-Arena.
Das Spiel wurde pünktlich angepfiffen und bereits in den ersten Minuten leistete sich der FCA eine Abwehrfehler. Dahmen musste einen Ball über den Querbalken lenken. Leverkusen machte von Anfang an das Spiel und setzte sich im Augsburger Strafraum fest.
Das Spiel ging in den ersten 12 Minuten nur in eine Richtung, gegen den Augsburger Strafraum. Aber die Defensive der Gäste hielt. Bis eine Flanke von dem Leverkusener Tapsoba in die Nähe der Strafstoßpunkts kam und Schick, im Kopfballduell mit Zesiger, die Oberhand behielt und den Augsburger Keeper überwand. 1:0 für die Hausherren. Leverkusen war in diesem Moment nur einen Punkt von einem CL Platz entfernt.
Doch der FCA antwortete schon in der 16. Spielminute. Nach einem Eckball , den der Torhüter Flekken nur mit der Faust abwehren konnte, nutzte Rieder seine gute Position und konnte den Ball, der noch etwas abgefälscht wurde, im Leverkusener Tor versenken. 1:1
Mit Ausnahme des Ausgleichstreffers blieb aber Leverkusen besser im Spiel und setzte seinen Drang auf das Augsburger Tor fort. Für die Augsburger begann eine kampfbetonte Phase, die sich als kräfteraubend entpuppte. Da die Leverkusener deutlich mehr Ballbesitz hatten, mussten die FCA Spieler immer hinterherlaufen. Nach einer halben Stunde verhinderte Dahmen den erneuten Rückstand, nachdem er einen Kopfball von Tapsoba gerade noch so von der Linie fischen konnte.
In diesem Spielabschnitt waren die Hausherren der erneuten Führung viel näher als die Augsburger, deren seltene Vorstöße in Richtung Strafraum der Leverkusener, schon vorher unterbunden wurden. Als sie nach der 40. Minute etwas Oberwasser hatten, konnten sie aber keine gefährlichen Aktionen durchziehen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff verhinderte Dahmen noch zweimal die Führung von Leverkusen, dann war Pause.
Bayer Leverkusen konnte aus seiner Dominanz in der ersten Halbzeit keinen Vorteil ziehen, während sie eingestehen mussten, dass Augsburg effektiver agierte und auch weniger Chancen mehr machte. Insofern ging das Remis zur Pause in Ordnung.
Beide Mannschaften kamen ohne gewechselt zu haben aus der Kabine und gleich machten die Leverkusener weiter, wo sie im ersten Durchgang aufgehört hatten. In der 48. Minute gab es eine gelbe Karte gegen den Leverkusener Quansah, für eine Grätsche gegen Rieder.
Kurz darauf konnte Torhüter Flekken gerade noch die Augsburger Führung verhindern, indem er ein abgefälschten Schuss von Kade aus dem linken Eck fischen konnte.
Danach Gelb für den Augsburger Torschützen, der, in der eigenen Hälfte den Leverkusener Palacios foulte. Freistoß für Leverkusen, nur 25m Entfernung zum Augburger Tor in der 53. Minute. Der Schuss von Aleix Garcia blieb allerdings in der Augsburger Mauer hängen.
In der 56. Spielminute wurde wieder Dahmen gebraucht, allerdings parierte er einen Schuss von Tella mit seinem Gesicht. Nach einer kurzen Behandlung konnte er aber weiterspielen. Danach mutierte er immer mehr zum besten Augsburger als er eine Direktannahme von Maza mit dem Fuß parierte.
Wechsel bei den Augsburgern in der 60. Minute. Trainer Baum nahm den Spielmacher Claude Maurice aus dem Spiel und brachte Rexbecaj, der frische Energie ins Spiel bringen sollte. Aber es waren die Leverkusener, die weiter Druck auf das Augsburger Tor machten. Dahmen klärte einmal per Faustabwehr und ein Fallrückzieher von Schick konnte gerade noch abgeblockt werden. Zwischenzeitlich brachte Bayer Culbreath für Vazquez.
In der 72. Minute gab es einen erneuten Wechsel bei Bayer 04, Kofane wurde für Quansah eingewechselt. Kurz zuvor hatte Dahmen Glück, ein Schuss von Maza ging knapp am rechten Pfosten vorbei.
In der Folge hätte Leverkusen längst das 2:1 erzielen müssen, aber Dahmen rettete nach einem Freistoß von Garcia und Tella traf ein Zuspiel von Maza nicht, er hätte den Ball im leeren Tor platzieren können. Jetzt wechselte der Augsburger Trainer noch einmal, um frische Kraft in den Augsburger Angriff zu bringen. Ogundu kam für Ribeiro. Mehrfach versuchte Kofane im Strafraum des FCA zum Abschluss zu kommen – Glück für Dahmen, dass der nie so richtig den Ball traf.
Als die Schlussphase, in der 80. Minute anbrach, gab es nochmal vier Wechsel. Beim FCA Kömür für Kade und Wolf für Fellhauer. Leverkusen brachte Hofmann für Tella und Tillman für Palacios. Augsburg konnte Leverkusen vom eigenen Tor fernhalten, die Gastgeber fanden keine Lösung. Dann durften sie sich über einen Handelfmeter freuen, der von Zesiger verursacht wurde. Aber der Video-Assistent beorderte Schiedsrichter Brand nach draußen. Als ihm beim Sichten der Situation Garcia über die Schulter schaute, erhielt dieser dafür die nächste gelbe Karte im Spiel.
Glück für Augsburg, der Unparteiische nahm den Strafstoß zurück mit der Begründung, der Arm von Zesiger war angelegt. Die offizielle Spielzeit war da fast zu Ende, es wurde aber mit einer üppigen Nachspielzeit gerechnet. Gerade landete eine Flanke von Hofmann direkt in Dahmens Armen, als die Information kam – acht Minuten gab es oben drauf.
Riesenchance für die Augsburger, als Kömür am wunderbar reagierenden Leverkusener Keeper scheiterte. Der Endspurt war entbrannt, Hofmann verfehlt das Augsburger Tor und Rieder schoß Tapsoba an, der zunächst benommen liegen blieb. Nocheinmal gab es einen Eckball für Leverkusen, der aber ohne Erfolg blieb.
in der sechsten Nachspielminute wurde dann ein Foulelfmeter für den FCA gepfiffen. Culbreath hatte unklug gegen Ogundu verteidigt und diesen späten Strafstoß verursacht. Rieder trat an und traf vom Punkt zum 1:2, das Spiel war gedreht in diesem Moment. Aber noch lief die Partie.
Leverkusen rannte noch einmal gegen das Augsburger Tor und Dahmen faustete eine Flanke heraus. Kofane hatte sogar zweimal den Ausgleich auf dem Fuß, aber Dahmen parierte beide Bälle herausragend. Dann kam der Abpfiff, 11 min nach der regulären Spielzeit. Augsburg gewinnt in Leverkusen mit 2:1, sie wurden damit dafür belohnt, dass sie in der ganzen Partie nicht aufsteckten und von den liegengelassenen Chancen Leverkusens profitieren konnten.
Der FCA machte damit einen Platz gut und stieg damit in die erste Tabellenhälfte hoch, während Leverkusen weiter um eine Teilnahme in der CL bangen muss.




