Europäischer Bezahldienst Wero jetzt auch für Deutsche-Bank-Kunden nutzbar
Der von europäischen Banken gemeinsam eingeführte Bezahldienst Wero baut seine Reichweite aus. Die digitale Bezahl-App werde nun auch den Kundinnen und Kunden der Deutschen Bank und der Postbank im "vollen Leistungsumfang" angeboten, teilte die Deutsche Bank am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. Seit Anfang der Woche können die Kunden beider Banken demnach "europaweit mit Wero Geld in Echtzeit an Familie und Freunde senden" sowie in teilnehmenden Onlineshops bezahlen.
Postbank-Kunden, die mit Wero bereits seit November 2024 Geld an persönliche Kontakte übertragen können, wurden demnach jetzt auch für die E-Commerce-Funktionen freigeschaltet. "Nach dem erfolgreichen Start bei der Postbank freuen wir uns sehr, Wero in vollem Leistungsumfang bei der Deutschen Bank und der Postbank anzubieten", erklärte der Leiter des Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank, Dominik Hennen. Wero sei ein "entscheidender Schritt in Richtung einer einheitlichen europäischen Zahlungslandschaft".
Mit Wero können Nutzerinnen und Nutzer schnell Geld von einem Bankkonto auf ein anderes transferieren. Nach dem Marktstart im Juli 2024 war das Angebot, das US-Größen wie Visa, Mastercard und Paypal Konkurrenz machen soll, zunächst für Kunden der Sparkassen, Volksbanken und Raiffeisenbanken verfügbar. Im Ausland sind beispielsweise die belgische KBC und die französischen Banken BNP Paribas und Société Générale beteiligt.
Ziel ist nach Angaben der European Payment Initiative (EPI), eine einheitliche mobile Zahlungslösung über eine souveräne digitale Geldbörse für Europa zu etablieren. "Der Start von Wero durch die Deutsche Bank in Deutschland sendet ein starkes Signal hinsichtlich Reichweite und Marktdurchdringung", erklärte EPI-Chefin Martina Weimert.
Der Funktionsumfang des Bezahldienstes, der seit diesem Herbst auch das Bezahlen von Waren und Dienstleistungen ermöglicht, wenn der Onlineshop dies anbietet, soll künftig schrittweise erweitert werden. Geplant sind unter anderem die Verwaltung wiederkehrender Zahlungen etwa für Abonnements sowie das Bezahlen an der Kasse im stationären Handel und Ratenzahlungen ("Buy Now, Pay Later").
© 2025 AFP



