Verbraucherzentrale: Plattformen wie Google müssen gegen Fakeshop-Werbung durchgreifen
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert große Unternehmen wie Google und Meta dazu auf, gegen betrügerische Werbung von Fakeshops vorzugehen. Echt aussehende, aber falsche Onlineshops seien "ein großes Ärgernis für Verbraucherinnen und Verbraucher", erklärte vzbv-Vorständin Ramona Pop. Es sei "inakzeptabel, wenn Fakeshops über Werbung bei Google, Facebook oder Instagram auf sich aufmerksam machen können" und Menschen so auf Betrug reinfielen.
Etwa jeder achte Onlineshopper (zwölf Prozent) sei in den vergangenen zwei Jahren einem Fakeshop auf den Leim gegangen, erklärte der vzbv in Berufung auf eine Forsa-Umfrage in seinem Auftrag. Die betrügerischen Onlineläden seien zuletzt "immer professioneller und schwerer zu erkennen geworden", fuhr die Vebraucherzentrale fort. Der Verband selbst habe 653 Fakeshops untersucht und festgestellt, dass die Hälfte davon Werbung über Google oder die Facebook-Mutter schalteten.
Die Verbraucherschützer verwiesen auf die EU-Digitalregeln (Digital Services Act, DSA): Demnach müssten sehr große Plattformen und Suchmaschinen Risiken erkennen und mindern, die durch ihr Geschäftsmodell enstehen können. "Wer mit Werbung sein Geld verdient, darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen", erklärte Pop. "Die großen Plattformen müssen stärker gegen betrügerische Werbung vorgehen." Auch müsse die EU-Kommission den DSA "konsequent" durchsetzen.
© 2025 AFP



