Stiftung Warentest: Vitamin-D-Präparate für viele Menschen überflüssig
Die Einnahme von Vitamin D ist laut Stiftung Warentest für viele Menschen überflüssig. Die meisten Produkte im Angebot sind zudem zu hoch dosiert, wie Stiftung Warentest am Montag mitteilte. Viele seien auch mit unnötigen Vitaminen und Mineralstoffen kombiniert.
Stiftung Warentest untersuchte 25 Vitamin-D-Nahrungsergänzungsmittel von Drogerien, Supermärkten und Apotheken, die Preise lagen zwischen zwei und 28 Euro. Geprüft wurden Wirkstoffgehalte und ob die Anbieter wissenschaftlich empfohlene Höchstmengen einhalten.
Nur zwei Produkte sind demnach geeignet, 13 weitere "wenig geeignet". Von fünf Produkten rät die Stiftung Warentest sogar ab - sie könnten im schlimmsten Fall langfristig zu Nierenschäden führen.
Stiftung Warentest sichtete Studien zu Nutzen und Risiken einer Vitamin-D-Einnahme: Demnach profitieren gesunde Menschen mit ausreichender Versorgung nicht davon. Es ist demnach nicht ausreichend belegt, dass sich damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs vorbeugen lassen. Vor Atemwegsinfekten schützt Vitamin D "höchstens in geringem Maß".
Für Risikogruppen allerdings könne eine niedrige Dosis Vitamin D (maximal 800 Internationale Einheiten täglich) insbesondere von Oktober bis März sinnvoll sein. Höhere Dosierungen und Depotpräparate sollten nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden, riet die Stiftung.
© 2025 AFP



