Den Stars und Sternchen so nah mit Jana: Silke Bodenbender – Eine bodenständige Schauspielerin, die anspruchsvolle Fernsehunterhaltung garantiert!

Eine der gefragtesten Charakterdarstellerinnen

Silke Bodenbender zählt zu den prägenden Schauspielerinnen der deutschen Film- und Fernsehlandschaft. Seit vielen Jahren begeistert sie Publikum und Kritiker gleichermaßen mit Rollen, die durch große emotionale Tiefe, feine Zwischentöne und eine außergewöhnliche Authentizität überzeugen. Mit bemerkenswerter Konsequenz und künstlerischem Anspruch hat sie sich Schritt für Schritt einen festen Platz unter den bedeutenden Charakterdarstellerinnen ihrer Generation erarbeitet. Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg war ihr Durchbruch mit dem TV-Film „Papa und Mama“. Schon zuvor hatte sie ihr Talent eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Ihr Kino-Debüt gab sie 2004 mit der Hauptrolle im vielfach ausgezeichneten Film „Folgeschäden“ des deutsch-ägyptischen Regisseurs Samir Nasr. Seitdem überzeugt Silke immer wieder mit Rollen, die vielschichtige Charaktere lebendig werden lassen – im Fernsehen ebenso wie auf der Kinoleinwand. Was ihre Arbeit so besonders gestaltet, ist die Mischung aus Intensität, Präzision und großer Wahrhaftigkeit. Für diese Qualitäten wurde sie im Laufe ihrer Karriere mehrfach ausgezeichnet. Trotz all der Erfolge ist sie sich selbst treu geblieben. Im Interview mit unserer Redaktionsleitung Jana Dahnke sprach die Schauspielerin über ihre erfolgreiche Laufbahn...

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Ihren großen Durchbruch hatte die gefragte Charakterdarstellerin mit dem Zweiteiler „Papa und Mama“Bild: Jeanne Degraa
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Unsere Redaktionsleitung Jana Dahnke trifft "Stars und Sternchen" im exklusiven InterviewBild: Jana
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"Fast perfekte Frauen" Schon jetzt in der Mediathek streamen oder am Freitag, den 3. April 2026, im ZDF einschalten!Bild: Sandra Hoever / ZDF, Network Movie
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"Figuren, die mir eher fremd sind, spiele ich am liebsten. Es fällt mir auch leichter in ein Leben einzutauchen, das mit meinem wenig zu tun hat."Bild: Sandra Hoever / ZDF, Network Movie
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Suse (Silke Bodenbender, l.), Christine (Anne Roemeth, 2.v.l.), Doris (Tanja Schleiff, M.), Jennifer (Malene Becker, 2.v.r.) und Leisha (Sabrina Amali, r.)Bild: Sandra Hoever / ZDF, Network Movie
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"Ich glaube, Selbstakzeptanz hat immer mit Erwartungen zu tun, von denen wir viel zu viele von außen übernehmen."Bild: Sandra Hoever / ZDF, Network Movie
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"Grundsätzlich arbeite ich mit allen Kolleginnen und Kollegen sehr gerne zusammen, die offen für und neugierig auf das Spiel miteinander sind."Bild: Sandra Hoever / ZDF, Network Movie
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"Ich bin am liebsten mit Menschen zusammen, die ihre Gefühle offen zeigen und die mich meine Gefühle zeigen lassen."Bild: Sandra Hoever / ZDF, Network Movie
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"Ich liebe Albernheit. Ich kann über die unsinnigsten Dinge lachen, leider aber auch in unpassenden Momenten."Bild: Sandra Hoever / ZDF, Network Movie
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Bild: Sandra Hoever / ZDF, Network Movie
Jana: Als Du das Drehbuch von Deinem neuen Film „Fast perfekte Frauen“ zum ersten Mal gelesen hast – Was hat Dich sofort gepackt?
Silke Bodenbender: Ich fand es ungewöhnlich und sofort spannend, dass die Hauptfigur zunächst keine klassische Sympathieträgern ist, im Zuge ihrer Läuterung aber zu einer wird. Außerdem ist ein Drehbuch, das sechs so unterschiedliche Frauen in den Fokus stellt, wirklich etwas Besonderes. Das hat mir gleich gefallen und ich habe mit allen Frauen mitgefiebert, wie sie sich erst aneinander abarbeiten, dann zueinanderfinden und wie schließlich jede, getragen von der Gemeinschaft über sich hinaus wächst – und das alles wird mit humorvollem Tiefgang erzählt.

Die Tragikomödie wurde unter anderem an der Küste gedreht – Was hast Du in den Drehpausen dort am liebsten gemacht?
Leider waren wir nur eine Woche an der Ostsee und abends bin ich immer gleich platt ins Bett gefallen. Aber natürlich war es herrlich an so weiten Stränden zu drehen und zwischendurch einfach durch die Dünen laufen zu können, immer umgeben von dieser angenehm salzigen Brise. Das hat Kindheitserinnerungen geweckt und hatte auch etwas von einer Kur.

Was war der schönste Moment im Rahmen der Dreharbeiten?
Das war auf jeden Fall der Sirtaki, den wir zusammen getanzt haben. Plötzlich waren wir in einer ganz eigenen Welt, nur in dem Moment. Schon die Proben im Vorfeld waren sehr lustig und befreiend.

Gibt es eine Message, die Dich berührt hat?
Ich finde der Film erzählt sehr schön, wie eine kollektive Kraft unter Frauen entstehen kann, wenn sie sich einander zeigen, mit allen Ängsten und Problemen und dabei jegliche Bewertung über Bord schmeißen. Wenn man sich seine eigene Schwächen eingesteht, können sie zu Stärken werden.

Den Gefühlen freien Lauf lassen – Wie wichtig ist das für Dich?
Sehr wichtig. Ich bin am liebsten mit Menschen zusammen, die ihre Gefühle offen zeigen und die mich meine Gefühle zeigen lassen. Aber natürlich gibt es auch Situationen, in denen es gut ist, wenn man seine Emotionen kontrollieren kann. Ich saß mal bei einer Beerdigung neben einem älteren Herren, dessen Telefon läutete und wir bekamen es beide nicht ausgestellt. Vor lauter Anspannung musste ich Tränen lachen. Das war schrecklich.

Welche Filmcharaktere gefallen Dir? 
Figuren, die mir eher fremd sind, spiele ich am liebsten. Es fällt mir auch leichter in ein Leben einzutauchen, das mit meinem wenig zu tun hat. Dann springt gleich meine Phantasie an. In erster Linie muss mich die Figur aber berühren und im besten Fall eine interessante Entwicklung durchleben.

Welche von den vielen Schauspielrollen waren bisher die ergreifendsten?
Für den Film „Das unsichtbare Mädchen“ von Dominik Graf habe ich fränkisch gelernt, um die Mutter eines verschwunden Mädchens zu spielen. Den Dialekt dann auch in den emotionale Szenen zu halten, war eine Herausforderung. Ich habe aber auch andere Frauen gespielt, die wirklich schlimme Dinge erlebt haben, wie den Mord eines Kindes oder auch das lange Wachkoma der Mutter. Das sind immer Grenzerfahrungen, wenn man die Figuren ernsthaft verstehen und ihre Gefühle nachempfinden möchte, aber genau das fasziniert mich ja.

Mit welchen Schauspielkollegen hast Du besonders gerne gespielt?
Die kann ich gar nicht alle aufzählen. Grundsätzlich arbeite ich mit allen Kolleginnen und Kollegen sehr gerne zusammen, die offen für und neugierig auf das Spiel miteinander sind. Gerade beim Film ist das aufgrund der stressigen Rahmenbedingungen oft nicht selbstverständlich, aber umso erfüllender, wenn es klappt.

Welchen Ratschlag würdest Du Frauen in Sachen Selbstakzeptanz geben?
Ich glaube, Selbstakzeptanz hat immer mit Erwartungen zu tun, von denen wir viel zu viele von außen übernehmen, um dann unzufrieden mit uns zu sein, wenn wir sie nicht erfüllen. Wenn man in sich hineinhört und seine eigenen Bedürfnisse kennt, ist es oft viel leichter, sich diese zu erfüllen und sich so zu akzeptieren, wie man ist.

Wie gehst Du mit der Balance zwischen Star und Privatmensch um?
Zum Glück bin ich nicht mehr so viel unterwegs wie früher, als ich zeitweise an verschiedenen Theatern gleichzeitig gespielt und gedreht habe. Abschalten kann ich am besten in der Natur, egal ob im Wald oder auf dem Berg beim Skifahren, aber auch in der Sauna, und seit Kurzem spiele ich wieder Querflöte mit großer Begeisterung. Das ist noch so kompliziert, dass ich alles andere vergesse.

Worüber kannst Du von Herzen lachen?
Ich liebe Albernheit. Ich kann über die unsinnigsten Dinge lachen, leider aber auch in unpassenden Momenten.

Welche Wünsche hast Du noch – beruflich oder privat?
Ich habe unendlich viele Träume, die aber nicht alle in Erfüllung gehen müssen, was Träume schließlich ausmacht. Aber ich freue mich auf viele weitere spannende Rollen, auf Zeit mit meinen Kindern und auf alles, was da noch kommen mag, mit dem ich jetzt noch überhaupt nicht rechne.

Schenke uns zum Schluss bitte noch eine Lebensweisheit…
Ein ukrainisches Sprichwort: Wenn man immer wüsste, wohin man fällt, könnte man rechtzeitig eine Matratze hinlegen.

"Fast perfekte Frauen" – Ein Film von Frauen mit Frauen

Ausgebrannt an die Nordsee: Sechs Frauen suchen Ruhe und Perspektiven – und so bringt eine Kur am Meer die unterschiedlichen Frauen zusammen, darunter Journalistin Suse und Fleischfachverkäuferin Christine. Zwischen Strandkörben und Gesprächen entstehen Freundschaften – bis die Enthüllung eines Podcasts für Konflikte sorgt und alles verändert…

Schon jetzt in der Mediathek streamen oder am Freitag, den 3. April 2026, im ZDF einschalten!