Brüssel begrüßt Datenschutz-Änderungen bei Facebook und Instagram

Die EU-Kommission hat Änderungen im Umgang mit persönlichen Daten auf der Plattformen Facebook und Instagram begrüßt. "Das sind sehr gute Neuigkeiten für die Verbraucherinnen und Verbraucher in Europa", sagte ein Kommissionssprecher am Montag in Brüssel. Der Mutterkonzern Meta will mit den Änderungen Bußgelder vermeiden.

Im Rechtsstreit zwischen der EU-Kommission und dem US-Konzern geht es um das Bezahlmodell "pay or consent" (zahlen oder zustimmen) auf Facebook und Instagram. Das Modell stellt Nutzende bislang vor die Wahl, entweder ihre persönlichen Daten zu Werbezwecken freizugeben oder ein monatliches Abonnement für einen werbefreien Dienst abzuschließen.

Meta schlug nach Kommissionsangaben nun eine dritte Möglichkeit vor: Nutzerinnen und Nutzer können sich demnach ab Januar dazu entscheiden, einen Teil ihrer Daten freizugeben und dafür weniger Werbung in Kauf zu nehmen als bei einer vollen Zustimmung. Die Kommission will nun prüfen, ob diese Zusage die Wettbewerbsbedenken aus Brüssel ausräumt.

Das Verfahren ist damit noch nicht abgeschlossen. Die Kommission sieht in Meta bisherigem Modell einen Verstoß gegen die EU-Wettbewerbsregeln und hatte deshalb im April ein Bußgeld in Höhe von 200 Millionen Euro verhängt. Reichen ihr die Änderungen nicht aus, kann sie weitere Strafen verhängen.