ICF Wildwassersprint der Wildwasserrennsportler auf dem Augsburger Olympiakanal

Senioren und Nachwuchs des DKV schlagen sich gut

Das ICF-Weltranglistenrennen im Wildwasser-Sprint, das am Samstag im Olympiapark Augsburg über die Bühne ging, hat aus deutscher Sicht sehr gute Ergebnisse gezeigt. Kurz vor der Europameisterschaft Mitte Mai schafften es Sportlerinnen und Sportler des Deutschen Kanu Verbands (DKV) in jeder Disziplin unter die ersten Drei und waren insgesamt in den Finalläufen stark vertreten.

cropped-1556530175-normen-weber-und-rene-brucker
Bild: Marianne Stenglein
„Für die großen Events, die jetzt anstehen, bin ich guter Dinge“, so das Fazit von Bundestrainer Gregor Simon.

143 Kanuten aus 14 europäischen Ländern – darunter knapp 100 Starter aus 23 Vereinen des DKV – stellten auf einem 350 Meter langen Abschnitt der Wildwasser- Olympiastrecke von 1972 Können und Kondition unter Beweis. Beim Bemühen, die langen Sprintboote möglichst schnell auf der Ideallinie ins Ziel zu bringen, hatten vor allem die vielen Jugend- und Junioren-Paddler ihre Probleme mit den tosenden Wellen des Eiskanals. Doch der Nachwuchs trumpfte gelegentlich auch auf.
So schob sich im Kajak Einer Damen (WK1) die 16-jährige Christina Massini (KC Fulda) hinter die neun Jahre ältere Schweizerin Melanie Mathys auf den zweiten Platz. Mit 16 hundertstel Sekunden Vorsprung verwies sie Sabine Füsser (Kanu Schwaben Augsburg) auf Rang drei. Mit 44 Jahren ist Füsser bei weitem die älteste und erfolgreichste Sprint-Kanutin im Wettbewerb. Seit 1998 hat sie insgesamt 33 Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften erpaddelt und sich seit 2001 in verschiedenen Disziplinen 26 Deutsche-Meisterin-Titel gesichert. „Sensationell“ nannte sie das Abschneiden der Nachwuchs Kanutin.

Das Kajak Einer Herren (MK1) entschied Weltmeister Nejc Znidarcic (Slowenien) für sich.
Anzeige
Hinter ihm konnten jedoch Finn Hartstein (WVS Hamburg) und
Björn Beerschwenger (RCK Köln) in die Medaillenränge paddeln.

Beim Canadier Einer Damen (WC1) lagen die drei Führenden gerade mal 23 Hundertstel auseinander. Nach Alice Panato (Italien) und vor Laura Fontaine (Frankreich) erpaddelte sich Sabrina Barm (Kanu Schwaben Augsburg) hier den zweiten Platz.

Beim Canadier Einer Herren (MC1) trumpfte ein Sportler auf, der eigentlich 2017 nach dem Weltcup in Augsburg schon seinen Rücktritt vom internationalen Wettkampf- geschehen erklärt hatte. Doch jetzt suchte der 33-jährige Normen Weber (Kanu Schwaben Augsburg) doch noch den Vergleich – und paddelte vor Janosch Sülzer (FFB Brühl) und Luca Obadic (Kroatien) auf den ersten Platz. Bundestrainer Simon sieht in Sülzer den Wildwasser-Sprinter, der nach Normen Webers Rückzug die Lücke im DKV-Kader füllen kann. Auch im Canadier Zweier der Herren (MC2) trumpfte Weber auf. Zusammen mit seinem 52-jährigen Partner Rene Brücker konnte er mit 17 hundertstel Sekunden Vorsprung Ole Schwarz und Janosch Sülzer (RG NRW) auf Rang zwei verweisen. Dritte wurden hier Luka Obadic und Ivan Tolic (Kroatien).

Als deutsche Wildwasser-Sprinter mit den besten Ergebnissen im Kajak Einer konnten dabei Christina Massini und Finn Hartstein gleich ihre Fahrkarte für die Weltmeisterschaft im September im spanischen La Seu d’Urgell lösen. Weil in den Canadier-Disziplinen das Feld der deutschen Starter zu klein war, werden hier die Trainer im Laufe der Saison die Entscheidung über die WM-Teilnahme treffen.

Weitere Infos zu den Wettkämpfen sowie einen Link zu den Live-Ergebnissen finden Sie im Internet unter www.kanu-schwaben-augsburg.de