Kolumne „See Mannsgarn“: Lebst Du? Oder existierst Du nur?

Schönwörterey

Moin Du Rabauke. Leinen los zu „Seemannsgarn“ – Vol. 37!

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Steffi Steinbach, Persönliche Mentorin mit Hingabe, Mama, SchriftstellerinBild: Steffi Steinbach
Ich lade Dich zu folgendem Experiment ein:
Wenn Du an einer Bushaltestelle vorbeigehst oder fährst – schau Dir die Menschen dort an. Zähle die Personen. Und schreib mir dann eine Nachricht (per Mail oder Instagram), wie viele von ihnen nicht auf ihr Handy gucken (Naseputzen zählt nicht).

Ich werde ein paar Zahlen in die nächste Ausgabe mit hineinnehmen und freue mich riesig, wenn Du mitmachst. Nicht, um jemanden auflaufen zu lassen, sondern damit wir uns folgendes bewusst machen:

Die meisten von uns füllen mittlerweile jede freie Minute mit dem Blick auf ihr Smartphone. Wartezimmer – Handy raus. Bushaltestelle: Handy raus. Anstehen am Eisstand: Handy raus. Warten auf die Kinder: Handy raus. Wir lassen den Augenblick, der entsteht, wenn wir einmal nichts tun oftmals verstreichen, verpassen somit die Tiefe des Momentums und übersehen all die Magie, die sich außerhalb der Bildschirme entfaltet.

Wer schaut noch in den Himmel? Schaut sich die Wolken an? Die Blätter, die im Wind wiegen? Wer spürt den Wind auf der Haut? Wer riecht den Duft der Grashalme in der Sommerhitze? Anstatt dass wir uns vollends mit all unseren Sinnen dem Moment hingeben, machen die meisten Fotos von diesem Moment – erleben ihn jedoch nicht einmal annährend in seiner zauberhaften Präsenz.

Wann haben wir aufgehört das Leben wirklich zu fühlen und zu ERleben, anstatt daraus eine leere Galerie aus Bildern zu machen?

Ich habe das Gefühl viele von uns existieren nur noch anstatt wirklich DA zu SEIN. Anstatt wirklich präsent zu sein – Lebendig. Sinnlich. On point im Hier und Jetzt.

Ich sehe es so: Uns wurde durch Technik und Digitalität vieles möglich gemacht. Und wir dürfen lernen, bewusst und verantwortungsvoll mit diesen Werkzeugen umzugehen und uns dabei wieder in unserem eigenen Leben ERleben. Uns selbst fühlen und nicht uns denken. Unser Herz spüren und führen lassen. Unseren Körper wahrnehmen. Und den Blick wieder auf das Wesentliche lenken:

Das wir hier sind. Du. Ich. Gemeinsam. Alle zur selben Zeit. Es ist Zeit aufzuwachen. Sieh Dich um. Wo bist Du in alle dem? Wo ist Deine Energie? Deine geniale Einzigartigkeit? Es ist Zeit das Handy zur Seite zu legen und Deine wunderbaren Sinne einzusetzen. Denn wir können von uns nicht behaupten, dass wir gelebt haben, wenn wir uns nicht spüren.

Leben bedeutet unseren Körper so gut wir können mit unserer Energie zu erfüllen. Und das funktioniert nur, wenn wir uns bewusst machen, dass es ein Unterschied ist, ob wir denkend existieren oder ob wir unser Leben aus uns heraus mit allen Sinnen erfahren, fühlen und spüren.

Einladung an Dich:
Handy beiseite, einatmen – Füße spüren – wo stehst Du gerade? – und erkennen, dass Du oberhammermäßig wertvoll bist – einfach, weil es Dich gibt. Mit Handy vorm Gesicht oder ohne. Nur verdeckt der Display oft das Schönste von Dir: Dich.

In unbändiger Zuversicht,
Deine Stefanie

Gefällt Dir, was ich schreibe? Ich freue mich, wenn Du mir auf Instagram folgst: steffi_steinbach oder schreib mir eine Mail: windwaerts.poetry@gmail.com

Ich freue mich auf Dich!