Landkreis Augsburg sieht sich als starker Wirtschaftsraum mit klarer Zukunftsstrategie

Landrat Martin Sailer betont Wachstumszahlen, Innovationsprojekte und Investitionen in Bildung

Der Landkreis Augsburg weist die Darstellung zurück, er entwickle sich wirtschaftlich schwächer als umliegende Regionen. Aktuelle Kennzahlen belegten vielmehr eine stabile Wachstumsdynamik und eine klare strategische Ausrichtung.

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Landrat Martin Sailer erklärt, dass der Wirtschaftsraum Augsburger Land trotz anspruchsvoller konjunktureller Lage ein dynamischer, wachsender Standort mit einer positive...Bild: Julia Pietsch
Mit rund 83.920 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zählt der Landkreis nach eigenen Angaben bayernweit zu den beschäftigungsstärksten Regionen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,6 Prozent und damit deutlich unter dem Wert der Augsburg mit 6,9 Prozent. „Unsere Beschäftigtenentwicklung zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in unserem Wirtschaftsraum steckt“, betont Landrat Martin Sailer.

Als besonderen Standortvorteil hebt der Landkreis seine breit aufgestellte Wirtschaftsstruktur hervor. Wachstumsimpulse kommen unter anderem aus dem Informations- und Kommunikationssektor (+18,1 Prozent seit 2018) sowie aus Bildungs- und Gesundheitsdienstleistungen (+20,6 Prozent). Auch Bau, Logistik und Industrie tragen zur positiven Entwicklung bei. Unternehmen wie Müller Milch, Lech-Stahlwerke, Sortimo oder Andreas Schmid Logistik stünden für einen starken industriellen Kern in der Region.

Ein Schwerpunkt liegt zudem auf der Modernisierung der Verwaltung. Gemeinsam mit der IHK Schwaben arbeitet der Landkreis an der Modellregion „Ermöglichende Verwaltung“. Erstes Teilprojekt ist das KI-gestützte Baugenehmigungsverfahren „BauKI“, das im März 2026 in die Pilotphase gehen soll. Ziel ist es, Bauanträge effizienter und bürgerfreundlicher zu bearbeiten. Die bisherigen Ergebnisse wurden bereits Vertretern zweier bayerischer Staatsministerien vorgestellt.

Auch in anderen Bereichen setzt der Landkreis auf Digitalisierung: Für das gemeinsam mit IBM entwickelte Projekt „JuKI“ wurde er beim DIGITAL-Award 2025 bundesweit ausgezeichnet. Darüber hinaus wurden Online-Services in der Kfz-Zulassung ausgebaut – etwa Terminbuchungssysteme in Gersthofen und Schwabmünchen sowie digitale Verfahren über die Initiative i-Kfz.

Parallel investiert der Landkreis über 170 Millionen Euro in den Neu- und Ausbau von Bildungseinrichtungen. Neben baulichen Maßnahmen stehen Digitalisierung, moderne pädagogische Konzepte und die Sicherung von Lehrkapazitäten im Fokus. Ziel ist es, den Bildungs- und Wirtschaftsstandort langfristig zu stärken und die Fachkräftesicherung zu unterstützen.

„Unser Landkreis hat enormes Potenzial – und wir setzen alles daran, dieses Potenzial kontinuierlich weiterzuentwickeln“, so Landrat Sailer abschließend.