"Miteinander im Straßenverkehr": Stadt Neu-Ulm startet Kampagne für mehr Rücksicht, mehr Verständnis und mehr Sicherheit

Begleitende Aktionen im Aktionszeitraum

Mehr Rücksicht, mehr Verständnis und mehr Sicherheit im Straßenverkehr: Mit diesen Zielen hat die Stadt Neu-Ulm am Freitag ihre neue Kampagne „Miteinander im Straßenverkehr“ offiziell gestartet. Die Initiative richtet sich an alle Verkehrsteilnehmenden und stellt das respektvolle Miteinander von Autofahrerinnen und Autofahrern, Radfahrenden und zu Fuß Gehenden in den Mittelpunkt.

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Bild: Stadt Neu-Ulm
Beim Auftakt der Kampagne am Petrusplatz informierten Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger und der städtische Radverkehrsbeauftragte Thomas Gems gemeinsam mit der Polizeiinspektion Neu-Ulm und dem ADFC-Kreisverband Neu-Ulm über Inhalte und Ziele der Kampagne. 

„Ein respektvolles Miteinander im Straßenverkehr ist die Grundlage für Sicherheit und Lebensqualität in unserer Stadt. Mit der Kampagne wollen wir Bewusstsein schaffen, Regeln verständlich vermitteln und alle Verkehrsteilnehmenden zu mehr Rücksicht motivieren“, betonte Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger. 

Fokus auf Abstand und gegenseitige Rücksicht 
Im Mittelpunkt der Kampagne steht das Thema „Seitenabstand“. Kraftfahrzeugführerinnen und -führer sind gesetzlich verpflichtet, beim Überholen von Radfahrenden innerorts mindestens 1,5 Meter Abstand einzuhalten. Gerade in der Innenstadt, wo viele Radler unterwegs sind und oft keine separaten Radwege vorhanden sind, kommt dieser Regel besondere Bedeutung zu. Mehr Abstand erhöht die Sicherheit und trägt dazu bei, dass Radfahrende die Fahrbahn nutzen, anstatt unerlaubt auf Gehwege auszuweichen. 

Ein weiterer Schwerpunkt der Kampagne liegt auf der Nutzung von Gehwegen. Diese sind grundsätzlich dem Fußverkehr vorbehalten. Radfahrende werden daher aufgefordert, die Fahrbahn zu nutzen, sofern keine ausdrückliche Freigabe für den Gehweg besteht. Damit soll insbesondere in stark frequentierten Bereichen wie der Augsburger Straße die Aufenthaltsqualität für Fußgehende verbessert werden. 

Auch gemeinsam genutzte Verkehrsflächen stehen im Kampagnenfokus: Auf Geh- und Radwegen sowie freigegebenen Gehwegen und Fußgängerzonen sind gegenseitige Rücksichtnahme und angepasstes Verhalten unerlässlich. Hier appelliert die Stadt an alle Beteiligten, umsichtig und respektvoll miteinander umzugehen. 

Langfristige Sensibilisierung geplant 
Die Kampagne „Miteinander im Straßenverkehr“ ist als mehrwöchige Informations- und Sensibilisierungsmaßnahme angelegt. Im gesamten Stadtgebiet wird daher ab sofort mit großformatigen Plakaten geworben und informiert. Die Stadt Neu-Ulm möchte mit der Kampagne aufmerksam machen und für die Thematik sensibilisieren. Konfliktsituationen zwischen den verschiedenen Verkehrsarten, insbesondere zwischen Kraftfahrzeugen und Fahrrädern sowie zwischen Radfahrenden und Fußgängern, sollen so künftig bestmöglich reduziert werden. Gleichzeitig sollen Verkehrsregeln besser bekannt gemacht und das Bewusstsein für ein respektvolles Miteinander gestärkt werden. 

Begleitende Aktionen im Aktionszeitraum 
Die Kampagne wird in den kommenden Wochen durch mehrere Aktionen im Stadtgebiet begleitet: 
  • Während des Kunsthandwerkermarktes vom 1. bis 3. Mai wird in den Parkhäusern der Innenstadt Informationsmaterial zum sicheren Überholen und zum seitlichen Mindestabstand verteilt. 
  • Am 9. Mai informiert die Stadt gemeinsam mit Partnern auf dem Wochenmarkt über sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Geplant sind unter anderem Fahrradcodierungen durch den ADFC-Kreisverband sowie ein Fahrradsicherheitscheck durch die Zweirad Schmid’e. 
  • Fundradversteigerung der Stadt Neu-Ulm am Donnerstag, 7. Mai (13:30 bis 16 Uhr) 
  • Informationsseite „Sicher mit dem Rad unterwegs“ auf der städtischen Website mit wichtigen Hinweisen und Tipps für den Radverkehr in Neu-Ulm. 

Mit der neuen Kampagne setzt die Stadt Neu-Ulm ein klares Zeichen für mehr Sicherheit, Rücksicht und ein gutes Miteinander im Straßenverkehr.