Shapewear - Beliebte Helferlein für kleine Problemzonen

Hoher Wohlfühlfaktor

Stichwort Shapewear – Sie denken direkt an fleischfarbene, langweilige Einteiler, die nur etwas für alte Frauen sind? Falsch gedacht! Selbst die ohnehin meist durchtrainierten Promis greifen beispielsweise für den roten Teppich mittlerweile gerne zu figurformender Wäsche. Wir erzählen Ihnen, wie auch Sie das passende Modell finden.

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Bild: Adobe Stock
Immer mehr namhafte Unterwäsche-Marken bieten in ihrem Sortiment nun auch Shapewear für die moderne Frau an. Die figurdefinierende Wäsche wird nicht mehr nur zu besonderen Gelegenheiten herausgeholt – es gibt auch zahlreiche Modelle, die Sie ganz bequem im Alltag tragen können. Aufgrund der großen Nachfrage sind dabei viele verschiedene Designs, Schnitte, Formen und Farben vorhanden.

Für jede(n) geeignet
Shapewear ist demnach keinesfalls nur etwas für füllige oder ältere Damen. Auch schlanke Frauen haben mit Problemzonen oder Cellulite zu kämpfen. Aus diesem Grund ist die spezielle Wäsche bei vielen Herstellern bereits ab kleinen Kleidergrößen erhältlich. Fülligeren Körpern bietet Shapewear die perfekte Gelegenheit, die weiblichen Rundungen klar zu definieren und sie in eine tolle feminine Silhouette zu verwandeln.

Hierfür gibt es neben Shaping-Pants auch ganze Shaping-Kleider sowie formende Tops, Legwear beziehungsweise Strumpfhosen, Taillenformer und Shaping-Bodys für den maximalen Wohlfühlkomfort. 

So funktioniert‘s
In der Regel ist figurformende Unterwäsche aus einem Mischgewebe aus Nylon und Elasthan gefertigt, denn der Elasthananteil im Gewebe ist ausschlaggebend für die Kompression der Shapewear. Dabei wird ein sehr sanfter Druck erzeugt, der Problemzonen und Pölsterchen weitestgehend kaschiert – dadurch wirkt der Körper dann insgesamt geformter, gestrafft und somit um einiges schlanker. Störende Röllchen am Bauch werden ganz einfach versteckt, nervige Cellulite an Po und Oberschenkeln verschwindet und der Körper wirkt sofort definierter und ebenmäßiger.

Die Wäsche gibt es auch in unterschiedlichen Abstufungen. Kleinere Elasthananteile sorgen für einen leichten Schlankmacher-Effekt (smooth), während höhere Anteile eine hohe Shaping-Wirkung erzielen (shape oder sculpt). Damit sich nichts abdrückt, sollten Sie unbedingt auf eine hochwertige Verarbeitung und das Fehlen störender Nähte achten. Sonst kann der gewünschte Effekt im schlimmsten Falle gehörig nach hinten losgehen.

Elementar: eine gute Passform
Gute Shapewear sollte unbedingt figurbetont sein und fest anliegen, damit der gewünschte Effekt auch tatsächlich erzielt wird. Lassen Sie Ihrem Körper ruhig Zeit für eine kurze Eingewöhnungsphase. Wenn die Wäsche aber auch nach einiger Zeit noch zwicken oder drücken sollte, ist das ein mögliches Anzeichen, das entsprechende Modell eine Nummer größer zu wählen.

Das Anziehen ist vor allem für ungeübte Personen gar nicht so leicht, da die Wäsche vor allem bei einem hohen Shapelevel wenig elastisch ist. Um sich Frustration und Ärger zu sparen, sollte die Kleidung im besten Fall immer von unten angezogen werden.

Was trage ich drunter?
Die Antwort darauf ist relativ einfach: Nichts! Shapewear sollten Sie direkt auf der Haut tragen. Unterhosen – auch Strings – haben darunter nichts zu suchen, denn die Ränder würden direkt durchscheinen. Eine Ausnahme bilden Shaping-Kleider: Darunter lieber einen nahtlosen Slip anziehen.

Um peinliche Shapewear-Blitzer zu vermeiden, sollte natürlich auf die richtige Farbe der Wäsche geachtet werden. Nude-Töne empfehlen sich für transparente Stoffe, während schwarze Modelle zu schwarzer Kleidung getragen werden können. Da sehr glatte Stoffe  (Viskose, Seide) an den kleinsten Erhebungen hängen bleiben können, sollten Sie stets auf eine optimale Verarbeitung setzen. Vor allem ist aber auch darauf zu achten, dass beim Tragen eines kurzen Kleides die Beine der Shaping-Hose ein gutes Stück kürzer sind – schließlich rutscht ein Minidress beim Hinsetzen schnell einmal hoch.

Die richtige Pflege
Shapewear wird am besten ohne Weichspüler in der Waschmaschine im Woll- oder Handwaschgang bei 30 Grad gewaschen. Im Anschluss einfach die Wäsche auf der Leine trocknen lassen. Höhere Temperaturen belasten schnell das elastische Material und könnten – ebenso wie der Trockner – zu Schäden führen.

Übrigens: Mittlerweile gibt es Shapewear auch für Männer (beispielsweise von SPANX)! Shaping-Boxer sind beispielsweise etwas höher geschnitten und lassen so überflüssige Pfunde am Bauch ganz schnell verschwinden. Spezielle Shirts wiederum formen die Brustpartie und glätten die Bauchregion. Zudem stützen sie auch den Rücken, wodurch die Körperhaltung verbessert wird. Für das Tragen von Shapewear muss sich heutzutage also auch wirklich niemand mehr schämen! |Text: Vera Mergle