Sieben Schülerinnen und Schüler sowie zwei Gymnasien wurden mit dem „Wissenschaftspreis Augsburger Schulen“ ausgezeichnet

cropped-1783001568-26_07_02_gewinner-wiburg_010726_008
Bild: Stadt Augsburg
Mit Unterstützung der „Stiftung Augsburger Wissenschaftsförderung“ ist am 1. Juli der „Wissenschaftspreis Augsburger Schulen“ im Leopold Mozart College of Music verliehen worden. Ziel des Preises ist, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und für herausragende Leistungen auszuzeichnen. Teilnahmeberechtigt waren alle Schülerinnen und Schüler der Augsburger Schulen. Eine Jury aus Lehrkräften der verschiedenen Schultypen hat die Arbeiten bewertet.

OB Dr. Florian Freund: „Die Arbeiten beeindrucken durch Tiefe, Neugier und Eigenständigkeit“
Oberbürgermeister Dr. Florian Freund würdigte das Engagement der Schülerinnen und Schüler: „Die ausgezeichneten Arbeiten beeindrucken durch Tiefe, Neugier und Eigenständigkeit. Sie zeigen, wie viel wissenschaftliches Potenzial in unseren jungen Menschen steckt. In einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen brauchen wir diesen Forschergeist. Gerade als Vater weiß ich, wie wichtig es ist, Neugier zu fördern und junge Talente zu ermutigen, eigene und neue Wege zu gehen - auch in der Forschung. Der Wissenschaftspreis setzt dafür ein starkes Zeichen.“

Im Rahmen der Preisverleihung wurde Volkmar Kuhne als langjähriger Geschäftsführer der „Stiftung Augsburger Wissenschaftsförderung“ verabschiedet. Über viele Jahre hinweg hat er die Entwicklung des Wissenschaftspreises geprägt und sich mit großem Engagement für die Förderung junger Talente eingesetzt. Als seine Nachfolgerin übernimmt die städtische Juristin Ute Wilhelms die Geschäftsführung.

Preisträgerarbeiten in der Kategorie MINT
Der mit 1.500 Euro dotierte 1. Preis in der Kategorie MINT ging an Niklas Höftmann vom Jakob-Fugger-Gymnasium für seine Arbeit „Wohlgestelltheit der Cahn-Hilliard Gleichung in zwei Raumdimensionen mit kritischem exponentiellem Wachstum“. Die Jury würdigte die außergewöhnlich hohe mathematische Tiefe und die eigenständige Durchdringung eines hochkomplexen Themas auf universitärem Niveau.

Den mit 1.000 Euro dotierten 2. Preis erhielten Mariam Khan und Nicolas Biskup, ebenfalls vom Jakob-Fugger-Gymnasium, mit ihrer Arbeit „Kleine Gräte – großes Problem, Farbe bringt Licht ins Dunkel“, in der praxisnah ein wissenschaftliches Problem untersucht und ein eigenes Verfahren entwickelt wurde.

Mit dem 3. Preis (500 Euro) wurde der Jakob-Fugger-Gymnasiast Teodor Graur für seine Arbeit „Training von KI-Modellen im Fokus: Der Weg vom Datensatz zum spezialisierten Modell“ ausgezeichnet. Das Werk überzeugte durch seine Aktualität sowie den lokalen Bezug zur Familie Fugger.

Der mit 100 Euro dotierte Sonderpreis wurde an Louis Bauer von der Berufsschule 1 verliehen. Er überzeugte mit seiner Arbeit zu „Galvanoformen von Kupferbauteilen auf Basis von 3D-gedruckten Modellen“ als innovative Verbindung von digitaler Fertigung und klassischer Verfahrenstechnik.

Preisträgerarbeiten in der Kategorie Geisteswissenschaften

Für seine ambitionierte Arbeit „Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Augsburg, motiviert durch römisch-katholischen Glauben“ erhielt Georg Fürmetz vom Holbein-Gymnasium den ersten Preis mit 1.500 Euro Preisgeld. Die Jury würdigte insbesondere die vorbildliche Auswertung von Originalquellen bei der Rekonstruktion der Biografien Augsburger Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

Auch Victoria Moscaliuc, Schülerin des Maria-Ward-Gymnasiums, beschäftigte sich mit der NS-Zeit und erhielt für „Runen, Helden, Hakenkreuze – Wie die NS-Ideologie die germanische Kultur verdrehte und was davon blieb“ den 2. Preis (1.000 Euro) zuerkannt. Ihre Arbeit überzeugte durch die analytische Aufarbeitung der historischen Entwicklung und Instrumentalisierung germanischer Symbolik im historischen und gegenwärtigen Kontext.

Der 3. Preis (500 Euro) ging an Johanna Ciriacy-Wantrup vom Gymnasium bei St. Stephan) für ihren Beitrag „Wie Singen den Menschen positiv beeinflussen kann“. Ihre Arbeit über Fachgrenzen hinaus bewegt sich zwischen Musik, Medizin, Psychologie und Sozialwissenschaft. Darüber hinaus untersucht sie, welche Bedeutung gemeinsames Singen für Menschen haben kann, die mit den Folgen einer schweren Erkrankung leben.

Neu im Wissenschaftspreis Augsburger Schulen 2025 / 2026 ist die Auszeichnung für die Schulen der Gewinner. So dürfen sich das Jakob-Fugger-Gymnasium und das Holbein-Gymnasium über jeweils 1.000 Euro Preisgeld für die besondere Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses freuen.