Stadt Ulm eröffnet dritten Taubenwagen

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Bild: Stadt Ulm
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Die Stadt Ulm hat am Dienstag (24. März 2026) den dritten Taubenwagen im Parkhaus Deutschhaus in Betrieb genommen. Damit setzt die Stadt Ulm ihr Konzept für eine saubere und sichere Innenstadt konsequent fort. Nach den ersten beiden Standorten am Ehinger Tor und in Böfingen ist ein weiterer Baustein der tierschutzgerechten Taubenregulierung umgesetzt.

Das Projekt basiert auf dem „Augsburger Modell“, das sich bereits in zahlreichen Städten bewährt hat. Ziel ist es, die Taubenpopulation auf milde Weise zu reduzieren und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu verbessern. Die Tiere werden in den Taubenhäusern mit artgerechtem Futter versorgt und finden dort geeignete Nistplätze. Dadurch halten sie sich überwiegend in den Taubenhäusern auf. Auch der Großteil des Taubenkots fällt dort an und nicht im öffentlichen Raum.

Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die kontrollierte Fortpflanzung: In den Taubenhäusern werden die gelegten Eier regelmäßig durch Attrappen ersetzt. Die Tiere brüten diese weiter aus, sodass keine neuen Jungtiere schlüpfen. Dies stellt eine tierfreundliche Form der Geburtenkontrolle dar und trägt langfristig zu einer Reduzierung der Population bei.

Die Betreuung der Taubenhäuser erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Verein „AG Stadttauben Ulm“, dessen Mitglieder die Reinigung sowie den Austausch der Eier ehrenamtlich übernehmen. Seitens der Stadt sind die Bürgerdienste, das Gebäudemanagement und das Veterinäramt in das Projekt eingebunden.

Neben der Einrichtung der Taubenhäuser setzt die Stadt Ulm weitere Maßnahmen zur Verbesserung von Sauberkeit und Sicherheit in der Innenstadt um. Dazu gehört auch die gezielte Vergrämung von Krähen.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die verstärkte Aufklärung der Bevölkerung. An vier zentralen Stellen in der Innenstadt wurden neue Hinweisschilder zum Taubenfütterungsverbot angebracht. Das Füttern von Tauben ist untersagt, da es die Überpopulation verstärkt und den Tieren langfristig schadet. Häufig werden ungeeignete Nahrungsmittel gefüttert, während gleichzeitig geeignete Nist- und Ruheplätze fehlen.

Mit dem dritten Taubenstandort im Parkhaus Deutschhaus ist das geplante Netz an Taubenhäusern nun vollständig umgesetzt. „Wir möchten weiterhin Tierwohl, Sauberkeit und ein attraktives Stadt-bild in Einklang bringen. Die Taubenhäuser sind dafür eine gute und wirkungsvolle Maßnahme“, sagt Oberbürgermeister Martin Ansbacher.