Stadt Ulm vereinheitlicht und vereinfacht Kita-Anmeldung
Transparenz bei der Platzvergabe
Die Vergabe von Kita-Plätzen wird künftig transparenter, nachvollziehbarer und sozial ausgewogener gestaltet. Nach einem mehrmonatigen Beteiligungsprozess hat die Stadt Ulm einheitliche Kriterien für alle Kindertageseinrichtungen (mit Ausnahme von Betriebskitas) festgelegt.
Auch der Vergabeprozess wird künftig trägerübergreifend einheitlich strukturiert: Das Hauptverfahren für das jeweilige Kita-Jahr findet vom 1. bis 21. März statt, Anmeldeschluss ist der 28. Februar. Spätere Anmeldungen können im Hauptverfahren nicht berücksichtigt werden. Plätze, die im laufenden Jahr frei werden, vergeben die Einrichtungen weiterhin flexibel im unterjährigen Verfahren.
Wichtig für Eltern ist: Sie können im digitalen Prozess Wunscheinrichtungen angeben und die Entscheidung über die Platzvergabe bleibt weiterhin bei den einzelnen Kitas vor Ort, die sich dabei an den neuen einheitlichen Kriterien orientieren.
Die neuen Regelungen treten zum 1. Mai 2026 in Kraft.
„Durch die einheitliche Systematik wird die Platzvergabe nicht nur transparenter, sondern der gesamte Prozess gestaltet sich für die Eltern niedrigschwelliger und benutzerfreundlicher. Damit schaffen wir mehr Orientierung, Fairness und Verlässlichkeit für Familien“, sagt Bürgermeisterin Iris Mann, zuständig für Bildung und Soziales sowie Kultur.
Kriterien wurden in einem partizipativen Prozess entwickelt
Dem vorausgegangen ist ein breit angelegter Beteiligungsprozess im Zeitraum vom 17. September 2025 bis zum 2. März 2026. An insgesamt vier Terminen erarbeiteten Vertreterinnen und Vertreter aller Kita-Träger, Einrichtungsleitungen, des Tagesmüttervereins sowie Mitarbeitende der städtischen Kita-Abteilung gemeinsam die neuen Kriterien. Bereits im Vorfeld wurde auch der Gesamtelternbeirat eingebunden.
Im Mittelpunkt standen fachliche Impulse, Gruppenarbeitsphasen und gemeinsame Diskussionen mit dem Ziel, ein verständliches und gerechtes System für alle Beteiligten zu entwickeln.
Barbara Baron-Cipold, geschäftsführende Vorsitzende des AWO Kreisverbands Ulm, lobt die gemeinsame Arbeit an den neuen Kriterien: „Die Stadt Ulm hat den Beteiligungsprozess sehr gut vorbereitet und der Dialog zwischen der Verwaltung und den Vertretern der Träger verlief sehr konstruktiv. Die Interessen der Eltern, der Träger und der Stadt wurden bei der Definition der Kriterien zur Platzvergabe umfassend berücksichtigt. Im Zentrum aller Diskussionen stand immer das Wohl der Kinder in der Betreuung.“
Kita-Anmeldung künftig digital und einfacher
Parallel dazu hat die Stadt Ulm zum 1. April 2026 die digitale Plattform „Little Bird“ zur Vergabe von Betreuungsplätzen in Kindertageseinrichtungen eingeführt und damit einen wichtigen Schritt zur Vereinfachung und Modernisierung der Verwaltungsprozesse vollzogen. Ziel ist es, Eltern einen zentralen, transparenten und unkomplizierten Zugang zur Anmeldung zu ermöglichen.
„Wir möchten gute Rahmenbedingungen für Familien schaffen. Mit den neuen Kriterien und dem digitalen Verfahren stärken wir die Chancengerechtigkeit und entwickeln die Voraussetzungen für gute Bildung in Ulm konsequent weiter“, sagt Oberbürgermeister Martin Ansbacher.
Mit der Einführung der Plattform schafft die Stadt eine einheitliche Grundlage für mehr als 100 städtische, kirchliche und freie Kitas und stärkt zugleich die Transparenz bei der Platzvergabe. Perspektivisch ist vorgesehen, das System weiter auszubauen. So soll voraussichtlich zum Schuljahr 2027/28 auch die Schulkindbetreuung integriert werden, um eine durchgängige digitale Lösung für die gesamte Kinderbetreuung in Ulm zu etablieren.
„Vielen Dank für die transparente Einbindung aller Beteiligten bei der Startphase des Kita-Anmeldeportals ‚Little Bird‘. Durch den dialogorientierten Prozess hat die Stadt Ulm ein gerechtes, trag-fähiges Verfahren erarbeitet, welches die demokratische Teilhabe stärkt. Der Einsatz der Stadt Ulm und die Möglichkeit zur Mitwirkung werden von uns sehr geschätzt“, sagt Carmen Ege-Busalt, KiTa-Managerin des Katholischen Verwaltungszentrums Ulm, zum Start von „Little Bird“.





