swa erhalten bis zu 3,8 Millionen Euro staatliche Förderung für 15 batterieelektrische Busse

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Bild: Frank Schroth | Fotografie
Die Stadtwerke Augsburg (swa) treiben die Umstellung ihrer Busflotte von Biogas auf vor Ort emissionsfreie Antriebe konsequent voran. Dafür erhalten die swa nun vom Bundesministerium für Verkehr eine staatliche Förderung für 15 batterieelektrische Busse im Rahmen der Bundesrichtlinie zur Förderung von Bussen mit alternativen Antrieben. Die swa haben sich in einem zweistufigen Verfahren beworben und den Zuschlag für die Förderung elektrischer Busse mit einer Förderquote von 80 % der antriebsbedingten Mehrkosten erhalten, was maximal 3,8 Millionen Euro entspricht.

Im Rahmen der „BMV-Fachkonferenz klimafreundliche Busse 2026“ Ende Februar in Berlin überreichte der Bundesminister für Verkehr, Patrick Schnieder, dem swa-Projektleiter Einführung E-Mobilität Bus, Johannes Jung, die Förderurkunde für 15 batterieelektrische Busse. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Förderung für die eBusse erhalten haben und damit einen sehr wichtigen Schritt für die Transformation der Mobilität in Augsburg leisten können“, berichtet Jung. Dies bedeute für die Fahrgäste und das Fahrpersonal nicht nur neueste Technik, sondern auch deutlich mehr Komfort, ein leiser Betrieb und keine Emissionen im Betrieb der Busse vor Ort.

Vergabe der Fördermittel

Die Richtlinie zur „Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ wurde im Jahr 2021 eingeführt und zuletzt im Jahr 2024 überarbeitet. Die Beschaffung von Bussen mit alternativen Antrieben auf Basis von Batterie- und Brennstoffzellentechnologie, steht im Fokus der Förderung. Die Fördermittel werden in einem wettbewerblichen Verfahren vergeben. Geprüft werden dabei die eingereichten Projektskizzen auf Basis ihrer CO₂-Vermeidung, Einsatzkontexte, Elektrifizierungsquoten und ihres Förderbedarfs. Aufgrund der Umstellung auf emissionsarme Antriebe kann sowohl ein Beitrag zu schadstoffärmerer Luft aus auch zur Lärmminderung geleistet werden.

Aktueller Projektfahrplan

Mit der Ausgabe der Förderbescheide aus dem vierten Förderaufruf erhalten Verkehrsunternehmen bundesweit Planungssicherheit für ihre Elektrifizierungsprojekte. Im ersten Schritt wird für die Beschaffung der geförderten eBusse eine europaweite Ausschreibung bis März spätestens April veröffentlicht. Die Vergabe des Auftrags muss dann bis spätestens November 2026 erfolgen. Zum aktuellen Zeitpunkt sollen die batterieelektrischen Busse in einem Lieferfenster von Mai bis Juli 2028 geliefert werden. Danach werden die Fahrzeuge sukzessive in das Augsburger Liniennetz integriert.

Insgesamt stellt der Bund für die Förderung ein Volumen von 420 Millionen Euro bereit und fördert damit die Mehrkosten für rund 1.900 lokal emissionsfreie Busse und die dazugehörige Lade- und Betriebshofinfrastruktur.

Das Projekt „Beschaffung von 15 Gelenk-Batteriebussen für den ÖPNV in Augsburg“ wird im Rahmen der „Richtlinie zur „Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ mit maximal 3,8 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert. Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Die Förderrichtline wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.