Testbetrieb: Flexibler Ridesharing-Dienst swaxi ersetzt Buslinie 37 in den Pfingstferien
Die Stadtteil-Buslinie 37 mit sieben Haltestellen in der St. Anton-Siedlung in Lechhausen wird insbesondere in Ferienzeiten nur spärlich genutzt. Selbst im Halb-Stunden-Takt steigen an den sieben Haltestellen nur wenige Fahrgäste ein und aus. Die swa wollen deshalb testen, ob ein flexibler Service Vorteile bringt.
Das swaxi fährt, wenn man es braucht
So profitieren die Fahrgäste bei dem Ridesharing-Dienst im Hinblick auf Ort und Zeit von der Flexibilität des Angebotes. Das swaxi kann dann gerufen werden, wenn es der Fahrgast tatsächlich braucht. Und es bedient die vielen virtuellen Haltepunkte, die in der swaxi-App angezeigt werden, nicht nur die Bushaltestellen der Linie 37. Damit kann sich der Fahrgast von dem nächstgelegenen swaxi-Haltepunkt bei seiner Haustür zu unterschiedlichen Orten in dem Gebiet bringen lassen. Damit kann auch der Weg von und zur Haltestelle eingespart werden. Wird eine Fahrt benötigt, kann der Ridesharing-Dienst flexibel gebucht und unabhängig von einem festen Fahrplan genutzt werden. Während des Testbetriebes gilt der reguläre AVV-Tarif für die Fahrten innerhalb des Testgebietes.
Fahrzeuge effizient einsetzen und Kraftstoff sparen
„Mit dem Testbetrieb wollen wir zeigen, wie bedarfsgerechte Mobilität im Quartier funktionieren kann“, sagt Mirko Hrnjak, swa Konzernbereichsleiter Verkehr und Mobilität. „Das swaxi bringt unsere Fahrgäste individuell und flexibel ans Ziel – ohne feste Fahrpläne und mit kurzen Wegen. Gleichzeitig nutzen wir kleinere Fahrzeuge gezielt dort, wo sie wirklich gebraucht werden, und leisten so einen Beitrag zu mehr Effizienz und Klimaschutz im ÖPNV.“
Denn neben der höheren Flexibilität für die Fahrgäste wird durch den zielgenauen Einsatz mit kleineren Fahrzeugen auch Kraftstoff gespart und damit die Umwelt geschont. Dafür wurde ein CO2-Ampelsystems für den ÖPNV der swa erstellt. Dieses ermöglicht eine ökologische Bewertung der Auslastung eines Fahrzeuges. Im Fall der Linie 37 könnte ein swaxi-Fahrzeug die Buslinie in allen Ferienzeiten des gesamten Schuljahres von Montag bis Freitag ersetzen und würde dann, je nach Fahrzeugart und Fahrlogik, zwischen 1.000 und 5.000 kg CO2 pro Jahr einsparen. Das vermeidet auch unnötige Fahrten und hilft, das Defizit im ÖPNV etwas zu reduzieren.
Mit der swaxi-App buchen – oder per Telefonhotline
Fahrgäste können das swaxi per gleichnamiger App oder über die Telefonhotline 0821 6500-31224 ab Montag, 25. Mai buchen. Weitere Unterstützung erhalten sie ebenfalls per E-Mail: swaxi@sw-augsburg.de. Fahrten können per E-Mail nicht gebucht werden. Für Fahrten im Testbetrieb gelten alle üblichen ÖPNV-Tickets, wie das Deutschland-Ticket, alle Mobil-Abos, das Schülerticket, das Studierendenticket, Einzelfahrkarten, Streifenkarten, Tages-, Wochen- und Monatskarten, sowie Tickets des AVV. Diese müssen vor Fahrtantritt zum Beispiel in der swa Mobil-App gekauft werden. Fahrkartenkontrollen sind – ähnlich wie in Bus und Straßenbahn – auch im swaxi möglich. Eine Fahrt mit dem swaxi kann 24 Stunden vorher gebucht werden.
Für Rollstühle und Kinderwägen geeignet
Für alle Fahrgäste sowie für Kinder muss in der App oder über die Telefonhotline zwingend ein eigener Sitzplatz gebucht werden. Die Fahrzeuge bieten passende Transportmöglichkeiten wie Kindersitze (ca. 76 – 150 cm) und Sitzerhöhungen (ca. 125 – 150 cm). Diese müssen ebenfalls bei der Buchung ausgewählt werden. Andere benötigte Sitzmöglichkeiten müssen selbst mitgebracht werden. Auch Kinderwagen können im swaxi mitgenommen und sicher transportiert werden. Ein barrierefreies Fahrzeug für Rollstühle steht ebenfalls zur Verfügung und kann über die Telefonhotline gebucht werden.






