Enge Kiste! Die Augsburger Panther schlagen die Schwenninger Wild Wings mit 3:2

AEV kann Niederlagenserie vorzeitig stoppen

Schwenningen konnte seit zwei Jahren nicht in Augsburg punkten und auch am heutigen Abend hatten die Augsburger Panther etwas dagegen. Mit 3:2 siegte der AEV gegen den Tabellenletzten und sicherte sich somit den wichtigen Heimdreier.

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T.J. Trevelyan markierte den ersten Treffer des Abends für den AEVBild: Kolbert Press
Augsburgs Top-Scorer Simon Sezemsky war in dieser Woche von Bundestrainer Toni Söderholm für das deutsche Aufgebot beim Deutschland Cup (7. – 10. November) nominiert worden. Obwohl der Tatsache, dass Sezemsky für Augsburg als Abwehrspieler aufläuft, ist er mit zwölf Scorerpunkten aktuell neben Adam Payerl der beste Torschütze des AEV. Die Pause kommt für den AEV nicht nur zum Ausschnaufen nach der Doppelbelastung in der CHL gelegen, sondern auch um eine erste sportliche Bilanz zu ziehen.
 
Die Panther starteten hellwach in die Partie. Der Auftakt gegen den Tabellenletzten aus Schwenningen gehörte dem AEV. Nach einem Puckgewinn an der Mittellinie konnte sich T.J. Trevelyan mit einem guten Solo gegen Schwenningens Goalie durchsetzen und zum 1:0 einnetzen (2‘). Schwenningen bekam bereits einige Sekunden später die Möglichkeit, ihr gutes Powerplay (aktuell das zweitbeste der Liga) zum Einsatz zu bringen. Doch Augsburg verteidigte gut und konnte seinerseits das erste Powerplay der Partie durch Matthew Fraser direkt mit dem 2:0 besiegeln (6‘). Augsburg zeigte auch im weiteren Verlauf des ersten Drittels gut kombiniertes Eishockey. Immer wieder stürmten die Augsburger Reihen nach Puckgewinnen in der eigenen Hälfte nach vorne. Eine kuriose Situation rund eineinhalb Minuten vor Schluss sollte eigentlich für den dritten Augsburger Treffer sorgen. Nach einem Foul an Fraser kullerte der Puck in das Schwenninger Tor. Ein Videobeweis zeigte aber, dass das Spielgerät nicht wie gewöhnlich durch die beiden Pfosten sondern unter dem Tor ins Netz gelangt war.
 
Schwenningen kommt stark aus der Kabine
 
Yeo Dylan war der Glückspilz des zweiten Drittels, denn gerade als er die Strafbank verlassen hatte und in Richtung Eis fuhr, erreichte ihn ein langer Pass und er konnte in aller Ruhe den 2:1 Anschlusstreffer erzielen (21‘). Schwenningen wurde nun deutlich aufdringlicher und probierte sich vor Olivier Roys Tor festzusetzen. Die Panther wirkten in dieser Phase nervlich nicht stark genug. So war es nicht verwunderlich, dass die Gäste in der 28. Spielminute zu diesem Zeitpunkt völlig verdient zum 2:2 Ausgleich durch Bourke kommen konnten. Das Spiel gestaltete sich nun wieder völlig offen, beide Teams lieferten sich im Mitteldrittel einen wahren Eishockey-Kampf. Doch der AEV nutzte seine Chancen im Powerplay nicht, war aber gewillt, ein Tor zu schießen. So tat es Christoph Ullmann in der 38. Spielminute. Nach einer guten Kombination von Sternheimer und Mayenschein musste er den Puck zum 3:2 – frei vor dem Tor –nur noch einschieben.

Die ersten Chancen des letzten Drittels gehörten dem AEV, der wieder auffällig in der Offensive agierte. Mit viel Puckbesitz nahmen die Panther das Spiel für sich ein und ließen die Wild Wings kaum mehr zum Zuge kommen. Die vielen Chancen Augsburgs konnten allerdings nicht in Treffer umgewandelt werden und so entwickelte sich erneut eine spannende Schlussphase. Schwenningen agierte in den letzten Minuten ohne Goalie doch Augsburg traf das leere Tor nicht. Das Herzschlagfinale endete dennoch glücklich für den AEV, der damit nun so wichtige drei Punkte im Curt-Frenzel-Stadion behalten konnte.
 
Am Sonntag geht es für die Panther weiter in Straubing. Das erste Bully gegen die Tigers im Eisstadion am Pulverturm ist um 16:30 Uhr.