Bauernpräsident beklagt zu niedrige Einnahmen für Landwirte
Die Einnahmen der Landwirte liegen nach Einschätzung des Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, teils auf einem historisch niedrigen Niveau. "Mittlerweile haben wir Preise bei Getreide und in anderen Sektoren, die unter dem Niveau der frühen 80er-Jahre liegen", sagte Rukwied des "Augsburger Allgemeinen" vom Montag. Die Preise für Lebensmittel seien zwar hoch, doch der Anteil, der davon an die Landwirte gehe, "sinkt ständig".
"Bei Schweinefleisch etwa gab es jüngst noch einmal einen echten Preisrutsch auf 1,45 Euro pro Kilogramm", sagte Rukwied weiter. "Da kann ich Schweinefleisch nicht mehr kostendeckend erzeugen." Bei Produkten wie Getreide, Zucker, Kartoffeln, aber auch Wein steige der Preisdruck ebenfalls schon länger.
Verantwortlich dafür macht der Bauernpräsident die Einkaufspolitik der Handelsketten, den internationalen Wettbewerb sowie steigende Kosten für Energie, Betriebsmittel und Löhne. "Es kann nicht funktionieren, dass wir zu deutlich höheren Standards wie außerhalb Deutschlands und der EU erzeugen, unsere Preise sich aber am Weltmarktpreis orientieren", sagte Rukwied. Hinzu komme der Aufwand für Bürokratie, der sich von Jahr zu Jahr erhöhe.
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