Strack-Zimmermann ermuntert mit US-Sanktionen belegte HateAid-Chefinnen zum Weitermachen

Nach der Verhängung von US-Einreiseverboten gegen zwei Geschäftsführerinnen der Organisation HateAid hat die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann die Frauen ermutigt, an ihrem Engagement gegen Hass im Netz festzuhalten. Die Devise müsse lauten, "Kopfschütteln und weiter machen", sagte die Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im Europaparlament, Strack-Zimmermann, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag) mit Blick auf die US-Sanktionen.

Das US-Außenministerium hatte die beiden Geschäftsführerinnen der Organisation, Anna-Lena von Hodenberg und Josephine Ballon, sowie drei weitere Menschen in Europa am Dienstag als "radikale Aktivisten" eingestuft und mit einer Einreisesperre belegt. Die Regierung in Washington wirft ihnen "Zensur" im Internet vor.

HateAid setzt sich gegen digitale Gewalt und für die Strafverfolgung von Hasskriminalität im Internet ein. Strack-Zimmermann hob die Bedeutung der Arbeit der Organisation hervor: "HateAid macht eine wichtige Arbeit und schützt unsere Demokratie besonders im Netz - basierend auf europäischem Recht", betonte Strack-Zimmermann laut RND. "Angriffe von außen darauf zeigen, wie selbstbewusst und entschlossen wir mehr denn je in Europa sein müssen", fügte sie hinzu.

Von Hodenberg und Ballon wiesen die Vorwürfe der US-Regierung zurück. In Deutschland und Brüssel stießen die Sanktionen auf scharfe Kritik. Ein ebenfalls wegen angeblicher Zensur im Internet mit einem US-Einreiseverbot belegter Brite verklagte die Mitglieder der Regierung in Washington.