Bundesregierung will begleitetes Trinken ab 14 Jahren abschaffen

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Wirt füllt ein Glas Bier abBild: AFP/Archiv / FRED TANNEAU

Kein Alkohol mehr für 14- und 15-Jährige: Die Bundesregierung will das sogenannte begleitete Trinken für Jugendliche ab 14 Jahren abschaffen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf beschloss das Kabinett am Mittwoch. Damit soll eine Ausnahmeregelung gestrichen werden, die Kauf und Konsum in der Öffentlichkeit von Bier, Wein und Sekt in Begleitung der Eltern auch mit 14 oder 15 Jahren erlaubt.

Die aktuelle Ausnahme "schwächt den Schutz junger Menschen vor den erheblichen gesundheitlichen und sozialen Folgen des Alkoholkonsum", heißt es in dem Gesetzentwurf. Sie stehe "in Widerspruch zu den Zielen der Bundesregierung hinsichtlich einer besseren Suchtprävention".

Die geplante Änderung des Jugendschutzgesetzes ist in einem Gesetzentwurf enthalten, mit dem Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) die Kinder- und Jugendhilfe reformieren will. Mit dem Entwurf muss sich als nächstes der Bundestag befassen.

Die Krankenkassen begrüßten den Schritt als "starken und wichtigen Beitrag" zum Gesundheitsschutz und zur Prävention. "Je länger Kinder und Jugendlich die Finger vom Alkohol lassen, desto besser ist es für ihre Gesundheit", erklärte der Sprecher des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Florian Lanz. "Gerade weil Alkohol gesellschaftlich breit akzeptiert ist, müssen wir uns immer wieder bewusst machen, dass der Konsum von Alkohol gesundheitsschädlich ist."