Daniel Christensen: Zwischen „Lost in Fuseta“, Flötzinger und faszinierender Kunstfotografie – ein Künstler, der neue Perspektiven eröffnet
Neben der Schauspielerei ist die Fotografie eine große Leidenschaft
Viele kennen Daniel Christensen als den liebenswerten und humorvollen Heizungsinstallateur Ignaz Flötzinger aus den „Eberhofer-Krimis“ – eine Figur, die längst Kultstatus erreicht hat. Andere schätzen ihn als vielschichtigen Hauptdarsteller der Krimireihe „Lost in Fuseta“, während er in der Erfolgsserie „Oktoberfest 1905“ eine ganz andere Facette seines Könnens zeigt. Hinzu kommen zahlreiche weitere Rollen in Film, Fernsehen und Theater, mit denen sich Daniel über viele Jahre als wandlungsstarker Charakterdarsteller etabliert hat. Doch wer den beliebten Schauspieler ausschließlich über seine Film- und Fernsehrollen definiert, verpasst einen wesentlichen Teil seines künstlerischen Schaffens…
Auf Instagram gewährt er unter @danielchristensen_photography faszinierende Einblicke in seine fotografische Arbeit. Daniel arbeitet dabei überwiegend mit Sofortbildfotografie. Das Analoge ist für ihn kein nostalgischer Effekt, sondern Teil der künstlerischen Aussage. Jedes Bild existiert nur in diesem einen unwiederholbaren Moment – genau darin liegt seine besondere Kraft. Seine Fotografien kreisen um Themen wie Nähe und Distanz, Körperlichkeit, Sinnlichkeit, Erinnerung, Vergänglichkeit und Identität. Sie verzichten auf plakative Aussagen und eröffnen stattdessen Räume für Interpretation.
Dass der Vollblutschauspieler seine fotografische Arbeit mit großer Leidenschaft und künstlerischem Anspruch verfolgt, zeigt seine wachsende Präsenz in der Ausstellungsszene. Nach einer ersten Ausstellung in Athen Anfang des Jahres folgen weitere Präsentationen seiner Werke in Berlin. Vom 24. Juli bis 1. August ist er mit drei Sofortbildarbeiten auf der Werkschau deutschsprachiger Sofortbildkünstler im Kunsthaus Bretanien in Berlin-Kreuzberg vertreten. Den Auftakt bildet die Vernissage am 24. Juli, gefolgt von einem Fotowalk am 26. Juli und der Finissage am 1. August. Bereits wenige Wochen später folgt der nächste Meilenstein: Im Rahmen der Berlin Art Week eröffnet Daniel am 10. September seine große Soloausstellung in den Räumen der ehemaligen Seven Star Galerie in Berlin-Mitte. Die Ausstellung ist bis einschließlich 14. September zu sehen.
Zitat: Matteo Calla
A polaroid photo is the opposite of AI slop. In a polaroid, the photographer cedes control to the present moment. There is no post-production, no chance to manipulate the image afterwards; you click, wait ten minutes, and there it is (AI is, by contrast, all post-production, all manipulation, with no present moment at all).
Daniel Christensen’s photography uses the spontaneity of the polaroid to change the power dynamics between portrait photographers and their models, making his subjects co-creators and allowing them to express genuine vulnerability. The women (and occasionally men) who appear nude in his photos aren’t raw material to be shaped into an image of the photographer’s desire, but subjects with creative agency performing on their own terms. He sets the stage. They enact how they wish to be seen. And out pops the polaroid.
That these photos are co-creations in part explains the diversity of Christensen’s images, echoing artists ranging from Helmut Newton, Man Ray, Tamara de Lempicka, and Francesca Woodman. Yet his own stylistic thread, a bohemian sensuality, runs through these, a kind of honesty about sexuality and the body not unlike the works of Peter Hujar, Robert Mapplethorpe, and Nan Goldin, the downtown New York scene now synonymous with polaroid portraiture. Christensen flips this aesthetic into dark mode, trading flash photography for shadow and the play of natural light, American earnestness for European modernism – a velvet curtain for the model’s own performance.
In Niederkaltenkirchen wird bald wieder ermittelt
Während seine fotografische Karriere derzeit neue Höhepunkte erreicht, dürfen sich auch Filmfans freuen. Mit „Steckerlfischfiasko“ kehrt Daniel Christensen im August in seiner komödiantischen Paraderolle als Ignaz Flötzinger auf die große Leinwand zurück. Die Vorpremieren beginnen am 12. August, bevor der inzwischen zehnte Eberhofer-Krimi am 13. August regulär in den Kinos startet. |Text: Jana Dahnke




