Einzelhandel: Shoppen nur noch mit 2G-Bändchen?

Handel möchte bundesweite Lösung beim Einkauf

Im Einzelhandel gilt in Deutschland seit Kurzem die 2G-Regel. Der Handel wirbt nun für eine „Bändchenlösung", um die Kontrollen zu erleichtern – unter anderem in Mainz wird diese Regelung bereits umgesetzt.

cropped-1638997293-adobestock_452650102
Bild: stock.adobe / artfocus
Wer im rheinland-pfälzischen Mainz einkaufen möchte, zeigt dort einmal seinen 2G-Nachweis vor und bekommt dafür ein Bändchen, mit dem er den ganzen Tag Zutritt zu allen Geschäften hat – eine deutliche Erleichterung für den Handel, der mit den aktuellen Regelungen zur Kontrolle von 2G im Einzelhandel überfordert ist. Laut Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), herrsche momentan bezüglich der Regeln ein Durcheinander, das „dringend vereinheitlicht“ werden müsse.

Kritik an 2G-Regel im Einzelhandel

Schließlich bringen die Kontrollen aller Kunden in der Regel einen deutlichen Mehraufwand sich, der wiederum zu langen Schlangen vor den Geschäften führt. Aus diesem Grund solle die in manchen Bundesländern bereits praktizierte Bändchenlösung auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet werden. An sich plädiert Genth ohnehin für eine Abschaffung der 2G-Regel im Einzelhandel, weil diese keinen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leiste und Maskenpflicht sowie geltende Hygienekonzepte der Händler ausreichen würden.

Die 2G-Regel gilt seit dem 8. Dezember für den gesamten Einzelhandel, ausgenommen sind jedoch Läden des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte und Drogerien. Allerdings gibt es beispielsweise in großen Einkaufszentren vielerorts Probleme und Konflikte, wenn solche Geschäfte und andere Einkaufsläden aufeinandertreffen.