Fünf Jahrzehnte im Dienst der Gemeinschaft: Anna Elisabeth Poppel erhält Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten
„Es gibt nichts Schöneres als gelebte Gemeinschaft."
Seit über fünf Jahrzehnte engagiert sich Anna Elisabeth Poppel mit großer Leidenschaft für Sport, Gemeinschaft und das Miteinander der Menschen in Reisensburg. Für diese außergewöhnliche ehrenamtliche Lebensleistung wurde die Günzburgerin nun im Landratsamt mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt ausgezeichnet.
Landrat Hans Reichhart würdigte bei der Feierstunde die außergewöhnliche Bedeutung ihres Engagements: „Das ist eine unglaublich lange Zeit im Ehrenamt und eine herausragende Leistung. Im Namen des Bayerischen Ministerpräsidenten danke ich Ihnen herzlich. Sie haben über Jahrzehnte hinweg Generationen von Menschen bewegt, Gemeinschaft geschaffen und das Leben in Reisensburg nachhaltig mitgestaltet.“
Günzburgs Oberbürgermeister Michael Jahn hob bei der Würdigung die nachhaltige Wirkung des Engagements von Anna Elisabeth Poppel hervor: „Es gibt nichts Schöneres als gelebte Gemeinschaft. Die Gemeinde und der Verein können sich glücklich schätzen, Sie zu haben. Sie haben das Leben vieler Mitbürgerinnen und Mitbürgern nachhaltig bereichert.“
Die Landtagsabgeordnete Jenny Schack betonte die Bedeutung des Ehrenamts für die Gesellschaft und würdigte Anna Elisabeth Poppel als herausragendes Beispiel für Verantwortungsbewusstsein, Motivation und gelebten Gemeinsinn.
Was 1967 als junge Vereinsmitgliedschaft im Alter von 17 Jahren begann, entwickelte sich zu einem lebenslangen Einsatz für den Sport und die Menschen vor Ort. Seit 1976 ist Anna Elisabeth Poppel als Übungsleiterin tätig und blickt 2026 auf 50 Jahre in dieser verantwortungsvollen Aufgabe zurück. In dieser Zeit baute sie zahlreiche Bewegungsangebote für unterschiedliche Altersgruppen auf – vom Mutter-Kind-Turnen über Kinder- und Frauengymnastik bis hin zu Seniorensport und Rückengymnastik an der Volkshochschule.
Gemeinsam mit ihrem inzwischen verstorbenen Ehemann gründete sie 1977 die Abteilung Breitensport und gab damit wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der SG Reisensburg-Leinheim. Auf ihre Initiative gehen unter anderem die erste Kinderturngruppe des Vereins, der Lauftreff, der Herbstlauf und der Nordic-Walking-Treff zurück. Ein besonderes Anliegen ist ihr bis heute der Sport im Alter. Mit der 1989 gegründeten Seniorinnen-Sportgruppe, aus der das heutige Angebot „Fit und mobil im Alter – 70+“ hervorgegangen ist, schafft sie seit Jahrzehnten Möglichkeiten, Gesundheit, Beweglichkeit und Lebensfreude zu erhalten. Dabei steht für sie nicht nur die körperliche Aktivität im Mittelpunkt, sondern auch das Miteinander. Deshalb war sie Mitinitiatorin des Vereinsbereichs „Sport und Mehr“, der mit Ausflügen, Radtouren und gemeinsamen Veranstaltungen den sozialen Zusammenhalt stärkt. Auch im Vorstand der SG Reisensburg-Leinheim bringt sie ihre Erfahrungen und Ideen ein. Zahlreiche Projekte, Auszeichnungen und Qualitätssiegel des Vereins tragen ihre Handschrift.
Neben ihrem sportlichen Engagement leistete Anna Elisabeth Poppel auch in der Pfarrgemeinde St. Sixtus wertvolle Arbeit. Mit großem organisatorischem Geschick plante und begleitete sie über viele Jahre unter anderem den Pfarrausflug, die Bergmesse sowie die Fuß-Rad-Auto-Wallfahrt.





