Hochwasserschutz im Landkreis Günzburg: Austausch über Fortschritte und Maßnahmen

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Bild: Benjamin Sigmund / Landratsamt Günzburg
Im Jahr 2024 wurde der Landkreis Günzburg von einem außergewöhnlichen Hochwasserereignis getroffen, das große Teile der Region überflutete und erhebliche Schäden verursachte. In der Folge haben Landkreis, Kommunen und zahlreiche Beteiligte die Ereignisse aufgearbeitet und Maßnahmen ergriffen, um den Hochwasserschutz gezielt weiterzuentwickeln und zu stärken.

Um sich über den aktuellen Stand, die bisherigen Entwicklungen sowie die nächsten Schritte auszutauschen, kamen Landrat Hans Reichhart, die Günzburger Landtagsabgeordnete Jenny Schack sowie die Bürgermeistersprecher Markus Dopfer (Bürgermeister Neuburg an der Kammel) und Robert Strobel (Ichenhausen) für das Günztal, Roland Kempfle (Burtenbach) für das Mindeltal und Thorsten Wick (Kammeltal) für das Kammeltal zu einem gemeinsamen Gespräch zusammen.

Ein zentraler Punkt des Austauschs war die künftige finanzielle Entlastung der Kommunen beim Hochwasserschutz. Mit dem im vergangenen Jahr vom Kabinett beschlossenen neuen Wassergesetz sollen Städte und Gemeinden künftig grundsätzlich nur noch 20 Prozent der Planungs-, Bau- und Grunderwerbskosten tragen – statt bislang bis zu 50 Prozent.

„Die neue Regelung ist eine enorme Entlastung für unsere Kommunen. Wenn Städte und Gemeinden beim Hochwasserschutz finanziell stärker unterstützt werden, kommt das unmittelbar der Sicherheit der Menschen vor Ort zugute“, sagt Landrat Hans Reichhart. Auch Günzburgs Landtagsabgeordnete Jenny Schack sieht darin ein wichtiges Signal: „Hochwasserschutz darf nicht an finanziellen Hürden scheitern. Die deutliche Entlastung schafft die Voraussetzung, Schutzmaßnahmen schneller und wirkungsvoller umzusetzen.“

Auch beim Hochwasserschutz in Burgau gibt es weitere Fortschritte.
Der bereits begonnene Bau des Hochwasserrückhaltebeckens ist ein zentraler Baustein des Hochwasserschutzkonzepts im Mindeltal. Mit einem Speichervolumen von rund 1,3 Millionen Kubikmetern kann im Hochwasserfall die Abflussmenge der Mindel südlich des Stadtgebiets gezielt gedrosselt werden. Die zweite Projektphase umfasst Maßnahmen, um einen Teil des Hochwassers östlich der Bahnstrecke Augsburg–Ulm abzuleiten und nördlich von Burgau wieder in das aktuelle Hochwasserüberschwemmungsgebiet der Mindel zurückzuführen. Zusätzlich sind innerörtliche Maßnahmen geplant, die den Abfluss der Mindel in den Seitenarmen Brühlmindel und Mindel an der Bleiche sichern sollen. Der Bescheid für den Projektabschnitt II wird zeitnah übergeben. „Der Hochwasserschutz in Burgau nimmt weiter konkrete Formen an. Mit dem Bescheid für den zweiten Projektabschnitt kommen wir einen entscheidenden Schritt voran“, sagt Landrat Hans Reichhart