Kinder-Lebens-Lauf 2026 macht Station beim Bunten Kreis in Augsburg
Hospiz- und Palliativbegleitung: Bunter Kreis setzt sich für Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern ein
Alle zwei Jahre zieht der Kinder-Lebens-Lauf durch Deutschland und macht auf die besonderen Anliegen von Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern aufmerksam. Mit der Übergabe der symbolischen Engels-Fackel am Nachsorgezentrum war auch der Bunte Kreis in Augsburg Teil eines der größten Inklusionsprojekte in Deutschland.
Die Engels-Fackel steht im Mittelpunkt des Kinder-Lebens-Laufs – als Symbol für Hoffnung, Leben, Zusammenhalt und Inklusion. Auf ihrem über 7.000 Kilometer langen Weg durch Deutschland, Österreich, Luxemburg und die Schweiz macht sie an 130 Einrichtungen Halt – eine davon ist der Bunte Kreis. Vom AKM Niederbayern am 10. Juni 2026 übergeben, brachte sie der Bunte Kreis mit Unterstützung der „Käferfahrer für Kinder“ zur ELISA Familiennachsorge in Ingolstadt. „Wir freuen uns, Teil dieser besonderen Bewegung zu sein. Wir wollen ein Zeichen für inklusives Miteinander setzen und den betroffenen Familien Hoffnung schenken“, sagt Achim Saar, Leiter Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst beim Bunten Kreis.
Ambulante Hospiz- und Palliativversorgung seit 15 Jahren
Seit fast 35 Jahren begleitet der Bunte Kreis Familien mit schwer kranken Kindern in ganz Bayerisch-Schwaben. Vor 15 Jahren erweiterte die Einrichtung ihre Hilfsangebote um den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst (AKHD) und die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV-KJ) für Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern. Die multiprofessionellen Teams arbeiten dabei eng zusammen und leisten umfassende Hilfe – medizinisch, pflegerisch, psychosozial und seelsorgerisch.„Mit der Diagnose ändert sich das Leben einer Familie von einem Moment auf den anderen, die Eltern benötigen dabei zuverlässige und kompetente Unterstützung. Wir begleiten die Familien ganzheitlich und haben dabei die ganze Familie im Blick – oft über viele Jahre“, erklärt Achim Saar. Mit seinem Team bildet er Ehrenamtliche für die Familienbegleitung aus, eine tragende Säule der ambulanten Kinderhospizarbeit: „Die Familienbegleiter*innen entlasten die Familien im Alltag, sind für das kranke Kind oder die Geschwisterkinder da, hören zu und spenden Trost.“
Mit dem Brückenhaus in die Zukunft
Die Lücke zwischen ambulanter Begleitung und der Versorgung in der Klinik schließt der Bunte Kreis jetzt mit dem Bau des Brückenhauses, des in Bayerisch-Schwaben ersten teil-/stationären Hospizes für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahren. Mit acht Versorgungsplätzen soll es ein Zuhause auf Zeit sein und die Eltern entlasten – kurzfristig in Krisenzeiten oder für regelmäßige Aufenthalte. Die Eröffnung ist im Frühjahr 2028 geplant.Als Teil des Kinder-Lebens-Laufs will der Bunte Kreis auf die besondere Situation, den herausfordernden Alltag der Familien und Wichtigkeit der Kinderhospizarbeit aufmerksam machen, die von der Einrichtung nur dank Spenden geleistet werden kann. Der Kinder-Lebens-Lauf 2026 startete am 16. April am Brandenburger Tor in Berlin und endet am 11. Oktober im Europa-Park Rust in Baden-Württemberg. Dazwischen wird die Engels-Fackel von Etappe zu Etappe weitergereicht. Dabei kommen Menschen mit und ohne Behinderung, Jung und Alt, Familien, Pflegekräfte und Unterstützende aus allen Lebensbereichen zusammen.





