Mut, Miteinander und klare Worte: Starker Auftakt für den Handel beim Neujahrsempfangs
Handelsverband Bayern und Augsburger Allgemeine versammeln im Hotel Maximilians Politik, Unternehmer und Medien – mit deutlichen Botschaften für lebendige Innenstädte
Es war ein Abend, der gezeigt hat, wie viel Herzblut in unserer Region steckt. Beim Neujahrsempfangs des Handelsverbands Bayern und der Augsburger Allgemeinen versammelte sich im stilvollen Ambiente des Hotel Maximilians alles, was im Handel und in der regionalen Wirtschaft Rang und Namen hat. Unternehmerinnen und Unternehmer aus Augsburg, Augsburg-Land, München und darüber hinaus, Vertreter aus Politik und Medien – und wir von TRENDYone mittendrin. Die Stimmung war herzlich, offen und von echtem Interesse geprägt. Man spürte sofort: Dieser Empfang hat gefehlt. Der persönliche Austausch, das direkte Gespräch, das gemeinsame Nachdenken über die Zukunft unserer Innenstädte.
Es war früher der Valentinsempfang. Jetzt ist es der Neujahrsempfang. Doch eines ist geblieben – vielleicht sogar stärker denn je: das Gefühl von Aufbruch. Schon beim Betreten des Saals lag sie in der Luft, diese besondere Mischung aus Wiedersehensfreude, Erwartung und Zuversicht. Man sah es in den Gesichtern, hörte es im Lachen, spürte es im festen Händedruck. Zwischen Stehtischen und angeregten Gesprächen wurde genickt, zustimmend gelächelt – und mancher erkannte sich selbst in den Worten wieder, die an diesem Abend gesprochen wurden.
Was ebenfalls spürbar war: Dieser Abend stand für mehr als nur Austausch. Er stand für ein klares Miteinander. Für das Bewusstsein, dass Innenstädte nur dann lebendig bleiben, wenn Wirtschaft, Politik, Medien, Verbände und Bürger an einem Strang ziehen.
Hubert Aiwanger, Bayerischer Wirtschaftsminister und Bundesvorsitzender der Freien Wähler, sprach Klartext. Die Geschäftsleute stünden unter zunehmendem Druck: durch internationale Online-Plattformen mit teils fragwürdiger Qualität, durch Kaufzurückhaltung und nicht zuletzt durch Diskussionen um Verkehrsführung und autofreie Innenstädte – Themen, die auch in Augsburg regelmäßig und mit Leidenschaft geführt werden.
Doch es blieb nicht bei der Problembeschreibung. Aiwanger verwies auf konkrete politische Weichenstellungen. Mit dem neuen bayerischen Ladenschlussgesetz sind nun bis zu zwölf längere Verkaufsnächte pro Jahr möglich – eine Initiative, die auf Betreiben der Freien Wähler im Koalitionsvertrag verankert wurde. Ziel ist es, die Innenstädte zu beleben, Handel und Gastronomie zusammenzubringen und Erlebnisse zu schaffen, die Menschen in die Zentren ziehen.
Gleichzeitig richtete er einen klaren Appell an die Unternehmerinnen und Unternehmer: Gehen Sie aktiv auf die Politik zu. Sprechen Sie Probleme offen an – auf kommunaler Ebene ebenso wie auf Landes- oder Bundesebene. Hilfe sei möglich, Unterstützung gewollt. Ja, Prozesse dauerten in Deutschland manchmal länger, Genehmigungen seien komplex, Paragrafen zahlreich. Aber: Es werde geholfen. Man müsse den Dialog suchen – mutig, konstruktiv und beharrlich.
Und genau hier schloss sich der Kreis zu Augsburg. Oberbürgermeisterin Eva Weber und Wirtschaftsreferent Dr. Wolfgang Hübschle treiben seit Jahren innovative Konzepte voran – vom Pop-up-Store, der jungen Ideen Raum gibt, bis hin zu neuen Formaten für lange Einkaufsnächte, die die Innenstadt in ein Lichtermeer verwandeln. Veranstaltungen, die Frequenz schaffen. Frequenz, die Handel stärkt. Handel, der wiederum Arbeitsplätze sichert und Innenstädte attraktiv hält. Ein Kreislauf, der nur funktioniert, wenn alle Beteiligten mitziehen.
Wer an diesem Abend in die Runde blickte, sah viele zustimmende Gesichter. Man merkte: Hier wird nicht nur geredet – hier wird gestaltet.
„Einfach machen“ – Leidenschaft trifft Verantwortung
In der Podiumsdiskussion mit Dr. Christiane Huber (Betten Huber), Alexander Ferstl (Modehaus Jung), Niko Stammel (Modehaus Stammel) und Dr. Wolfgang Hübschle wurde deutlich, was Handel wirklich bedeutet: Leidenschaft. Herzblut. Und ja – auch Risiko.
Man dürfe auch einmal danebenliegen mit einer Idee. Entscheidend sei, daraus zu lernen und weiterzugehen. „Einfach machen“ – dieses Credo zog sich wie ein roter Faden durch den Abend. Im Publikum wurde zustimmend genickt. Manche verschränkten die Arme, lächelten und schauten nachdenklich auf die Bühne – als hätten sie gerade einen inneren Entschluss gefasst.
Positive Beispiele aus der Region machten Mut. Ein Traditionsunternehmen aus Buttenwiesen wurde ebenso gewürdigt wie ein engagierter Betrieb aus Mauerstetten. Mit Goldschmied Winter aus Schwabmünchen, ausgezeichnet mit dem Staatspreis, wurde eindrucksvoll gezeigt, wie viel Innovationskraft, Qualitätsbewusstsein und Stolz im süddeutschen Mittelstand stecken.
Ein zentrales Thema des Abends war auch die Rolle der Medien. Andreas Schmutterer von der Augsburger Allgemeinen betonte: Mut braucht es in allen Branchen – auch im Journalismus. Die Zeitung investiert, baut aus, setzt auf Wachstum und modernste Technik, unter anderem mit einer neuen Druckerei. Medien schaffen Vertrauen, begleiten Entwicklungen, geben Orientierung.
Doch sie haben noch eine weitere Aufgabe: sichtbar machen, was gut läuft. Positive Schlagzeilen setzen. Veranstaltungen ankündigen, über neue Konzepte berichten, Unternehmer porträtieren. Denn ein Geschäft, das gut läuft, braucht Aufmerksamkeit. Eine Veranstaltung, von der man weiß, wird besucht. Eine belebte Innenstadt entsteht auch durch Information und Kommunikation.
Es ist ein Miteinander. Handel braucht Öffentlichkeit. Öffentlichkeit braucht Geschichten. Und wir von TRENDYone verstehen es als Teil unserer Verantwortung, genau diesen Beitrag zu leisten – zu zeigen, was sich bewegt, wer investiert, wer mutig vorangeht.
Zwischen Zauberei und Zukunftsplänen
Während sich ein Zauberer unauffällig unter die Gäste mischte und mit kleinen Kunststücken für verblüffte Momente sorgte, entstanden an anderer Stelle ganz reale Zukunftspläne.
Ein Möbelhändler aus Dasing erzählte mit leuchtenden Augen von seinem geplanten Frühlingsfest. Daneben eine Freelancerin aus der Augsburger Innenstadt, die spontan Unterstützung zusagte – vielleicht könne man sich bei der Werbung zusammentun. Visitenkarten wechselten den Besitzer. Telefonnummern wurden gespeichert. Man versprach, sich zusammenzusetzen.
Es waren diese Szenen, die den eigentlichen Geist des Abends ausmachten. Kein Jammern. Kein resigniertes Schulterzucken. Sondern Aufbruch. Netzwerk. Zusammenhalt. Und genau hier zeigt sich auch die Bedeutung von Verbänden wie dem Handelsverband Bayern: Sie schaffen Plattformen. Sie bündeln Interessen. Sie geben dem Handel eine Stimme – gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.
Viele Gäste bestätigten später im Gespräch, wie wichtig genau dieser Rahmen sei. Für neue Kontakte. Für frische Ideen. Für das gute Gefühl, nicht allein zu sein mit Herausforderungen. Der Einzelhandel, das wurde spürbar, ist mehr als nur Wirtschaftsfaktor. Er ist Begegnungsort, Ausbildungsbetrieb, Steuerzahler, Nahversorger – und oft auch Seismograf für gesellschaftliche Entwicklungen.
Und er ist da, wenn andere Strukturen nicht greifen. Wenn Lieferketten stocken. Wenn internationale Märkte schwanken. Wenn das Internet eben nicht das persönliche Gespräch ersetzen kann.
Ein Blick auf uns alle
Bei aller politischen Diskussion bleibt eine zentrale Frage: Welche Rolle spielen wir selbst?
Hinter jedem Geschäft – ob in Augsburg, Königsbrunn, Buttenwiesen, Mauerstetten oder Dasing – stehen Menschen. Familien. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auszubildende. Menschen, die beraten, Service bieten, Qualität sichern. Die hier investieren. Die hier Steuern zahlen. Die hier Verantwortung übernehmen.
Lebendige Innenstädte entstehen nicht von allein. Sie brauchen Mut zur Investition. Offenheit für neue Konzepte. Kreativität. Ein unterstützendes politisches Umfeld. Engagierte Verbände. Sichtbarkeit durch Medien. Aber auch Kundinnen und Kunden, die bewusst entscheiden, wo sie einkaufen.
Natürlich ist Online-Shopping bequem. Doch Beratung, persönliche Bindung, das spontane Gespräch, das Lächeln an der Kasse und die sofortige Verfügbarkeit sind Werte, die kein Paketdienst ersetzen kann. Wer an diesem Abend durch den Saal ging, spürte: Diese Werte sind nicht nostalgisch – sie sind zukunftsfähig.
Fazit: Die Zukunft liegt vor unserer Haustür
Der Neujahrsempfang des Handelsverbands Bayern und der Augsburger Allgemeinen war weit mehr als ein gesellschaftliches Treffen. Er war ein Appell – an die Politik, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. An Unternehmerinnen und Unternehmer, mutig zu bleiben. An Medien, Verantwortung zu übernehmen und positive Entwicklungen sichtbar zu machen. Und an uns alle, Verantwortung für unsere Innenstädte zu übernehmen.
Als sich der Abend langsam auflöste und die Gespräche noch lange nachklangen, gingen viele mit neuen Ideen, gestärktem Netzwerk und einem klaren Gefühl nach Hause: Wir leben in einer Region voller Tatkraft, Kreativität und Zusammenhalt.
Die Zukunft des Handels entscheidet sich nicht irgendwo im Netz.
Sie entscheidet sich hier vor Ort.
Im Miteinander.
In Augsburg.
In der Region.
Bei jedem einzelnen von uns.


































