Nachwuchssportler des FCA und des AEV testen Handwerksberufe
HWK-Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner freute sich über die großartige Resonanz und betonte die Bedeutung von Eltern, Trainern und Betreuern der Nachwuchssportler bei der Berufswahl. An die Jugendlichen gerichtet sagte Wagner: „Das Handwerk hat über 130 Ausbildungsberufe – es könnte sich also quasi jeder von euch einen anderen aussuchen. Da sollte für jedes Talent etwas dabei sein – und auch für jede Karriere-Idee: Führungsposition in einem Handwerksbetrieb, Leitung eines Unternehmens oder mit dem Meisterbrief auch der Zugang zu einer Hochschule oder Universität.“
Berufliche Alternative zur Sportlerkarriere
Roy Stapelfeld, kaufmännischer Leiter des Nachwuchsleistungszentrums des FCA, betonte, wie wichtig ein Plan B zum Sport ist: „Unsere Talente haben natürlich alle das Ziel, es eines Tages in den Profifußball zu schaffen. Dafür geben sie tagtäglich alles und investieren sehr viel Zeit. Am Ende erfüllt sich dieser Traum aber nur für ganz wenige von ihnen. Deshalb gehören zu unseren drei Ausbildungspfeilern neben dem Sport die Themen Schule und Persönlichkeitsentwicklung. Wir wollen, dass die Jungs regelmäßig über ihren eigenen Tellerrand hinausblicken und nicht nur als Sportler, sondern als Menschen wachsen.“
Lukas Gebele, Präsident des AEV, pflichtete ihm bei: „Es zeigt sich viel zu oft, dass die Nachwuchstalente, aber auch ihre Eltern, sich nur auf den Sport als einziges Karriereziel versteifen. Dies ist mit Sicherheit der falsche Weg, denn: Klappt es mit einer Profikarriere nicht, braucht es eine Alternative. Das gilt auch für die Zeit nach dem Ende einer Sportler-Karriere. Daher unser Kredo: 49 Prozent Sport, 51 Prozent Schule und Ausbildung.“
Handwerk als zukunftssichere Option
Die Berufsinfoveranstaltung der HWK Schwaben ist dabei für Stapelfeld ein wichtiger Faktor: „Wir schätzen es sehr, dass diese Kooperation nun schon so viele Jahre besteht und uns die HWK als verlässlicher Partner zur Seite steht. Die Berufsinfomesse ist zur liebgewonnenen Tradition geworden, die uns allen Jahr um Jahr viel Spaß bereitet. Das Handwerk und den Sport vereinen viele Gesichtspunkte und Werte: Teamgeist, Durchhaltevermögen, Pünktlichkeit, Konzentration und der Wille, jeden Tag besser zu werden. Diese Parallelen machen einen Beruf im Handwerk zu einer naheliegenden und zukunftssicheren Option für unsere Talente.“
Auch für AEV-Präsident Gebele zeigt sich das Handwerk als wertvolle Option für einen Plan B zum Sport: „Wir wissen alle, dass nur ein ganz geringer Prozentsatz es schaffen wird, sich seinen Lebensunterhalt über den Sport zu sichern. Darum ist gerade in den heutigen Zeiten eine Ausbildung im Handwerk Gold wert. Aufgrund des derzeitigen Arbeitnehmermarktes und auch der weiteren Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Meisterausbildung, bietet das Handwerk eine sehr gute Alternative – neben dem Sport und später auch ohne ihn. Außerdem ist das Handwerk jetzt wie auch in Zukunft unerlässlich für unsere Gesellschaft und als starker Wirtschaftsbereich nicht wegzudenken.“





