Neuer Foodtrend "Kimbap"

Fleischlos glücklich?

Sushi ist für viele ein Muss im Speiseplan. Doch für viele eben auch nicht. Denn manche finden die Idee, rohen Fisch mit Reis zu essen, wenig verlockend. Und genau hier setzt ein neuer Foodtrend an: Kimbap. Sieht aus wie Sushi, schmeckt aber doch irgendwie anders und kommt völlig fischfrei daher. Wir verraten, was Kimbap so besonders macht.

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Bild: Adobe Stock
Was genau ist Kimbap?
Auch als Gimbap bekannt, ist es ein klassisch koreanischer Snack, der dort an wirklich jeder Ecke zu kriegen ist. Natürlich gibt es auch Luxusvarianten in edlen Restaurants, doch auch am Street-Food-Markt ist es ein beliebter Klassiker. Der große Unterschied zu klassischem Sushi liegt in der Vielfalt und dem fehlenden Fisch.
Traditionell kommen folgende Zutaten in eine Kimbap-Rolle: 

Möhren, Eieromelette, Spinat, gebratenes Rindfleisch (in Sojasauce mariniert) und Tanmuji (eingelegter süß-saurer Rettich). All diese Zutaten werden zusammen mit Reis in Nori (Algenblätter) eingerollt. Doch auch darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, denn Kimbap lebt von dem persönlichen Gusto eines jeden Einzelnen. Warum also nicht einmal gegrillten Mais in Reis und Nori packen? Oder auch einen leckeren Salat einrollen? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, natürlich darf auch Fisch dann wieder eine Rolle spielen.

Die am weitesten verbreiteten Variationen sind übrigens: 
  • Gemüse-Kimbap
  • Käse-Kimbap
  • Rindfleisch-Kimbap
  • Schweinefleisch-Kimbap
  • Kimchi-Kimbap 
  • Thunfisch-Kimbap

Nice to know: Während Sushi mindestens zwei Zutaten enthalten muss, um als solches zu gelten, müssen im Kimbap mindestens fünf Zutaten ihren Platz finden. 

Warum Kimbap und nicht Sushi? 
Durch den fehlenden Fisch lassen sich die Rollen auch ungekühlt einfach transportieren ohne zu verderben. Zudem ist die bereits erwähnte Vielfalt ein großer Vorteil. 

Diese Ausstattung benötigen Sie für die Kimbap-Produktion
Ohne Rollmatte geht hier nichts – darum benötigen sie ein koreanisches Gimbal. Diese werden auch für die normalen Sushi-Rollen verwendet und kosten nur wenige Euro. Um den Reis perfekt zu garen, ist ein Reiskocher optimal. Denn wenn der Reis zu trocken oder zu matschig ist, geht das Projekt Kimbap-Rolle garantiert schief. Zu guter Letzt sollten Sie unbedingt ein scharfes Messer bereitlegen. Zum Teilen der Rolle ist dies unumgänglich, sonst reißen Sie ihr Meisterwerk in unschöne Stücke.



Kimchi Kimbap Rezept

Zutaten für 4 Personen:
  • 50 g Kimchi (fermentiertes Gemüse, im Asiafachmarkt) 
  • 5 Stück Möhren (gedünstet und in Streifen geschnitten)
  • 5 Stück Noriblätter
  • 300 g Rundkornreis (gekocht) 
  • 3 EL Sesamöl
  • 100 g Spinat (gedünstet)
  • Sojasauce zum Dippen
  • 1 Brise Salz 
  • 1 Rollmatte
  • 1 Scharfes Messer

Zubereitung:
Den gekochten Reis mit dem Sesamöl und Salz vermengen. Das Noriblatt mit der glatten Seite auf die Rollmatte legen und eine kleine Menge Reis daraufgeben. Mit der Hand (leicht anfeuchten) gleichmäßig verteilen. An der oberen Kante ca. 2 cm reisfrei lassen. 1 TL Kimchi und Reis auf die untere Kante streichen, darauf eine Möhre in Streifen verteilen und etwas gedünsteten Spinat darüber legen. Rollen Sie nun das „Paket“ von unten nach oben mit etwas Druck straff zusammen. Zum Schluss schneiden Sie die Rolle in gleiche 2 cm dicke Scheiben. 



Kimbap-Rezept für Fleischliebhaber

Zutaten für 4 Personen:
  • 5 Stück Möhren (gedünstet und in Streifen geschnitten)
  • 5 Stück Noriblätter
  • 200 g Hüftsteak
  • Halbe Salatgurke
  • 2 Eier
  • 1 Glas Tanmuji (eingelegter Rettich, aus dem Asia-Markt)
  • 300 g Rundkornreis (gekocht) 
  • 3 EL Sesamöl
  • 100 g Spinat (gedünstet)
  • 1 Prise Salz
  • Sojasauce zum Dippen
  • 1 Brise Salz 
  • 1 Rollmatte
  • 1 Scharfes Messer