ratiopharm ulm fährt gegen die Basketball Löwen Braunschweig den nächsten deutlichen Sieg ein (91:57)

Kompromisslose Defense

Eine konsequente und aggressive Verteidigung gepaart mit einer starken Dreier-Quote (58 %) sorgten dafür, dass die Gäste kein Mittel finden konnte, den Ulmer Hausherren Paroli zu bieten. Dabei geriet das Team von Head Coach Jaka Lakovic in 40 Minuten nicht ein einziges Mal in Rückstand. „Die Schlüssel zum Erfolg waren heute unsere Defense und die Energie, die wir gezeigt haben. Die Verteidigung hat uns Mut und Sicherheit gegeben, um auch in der Offensive erfolgreich zu sein“, kommentierte der Slowene nach dem Spiel.

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Bild: facebook.com/ratiopharmulm
Aus einer starken Mannschaftsleistung stach vor allem Andi Obst heraus, der mit 20 Punkten und vier Distanzwürfen zum Topscorer avancierte. Neben Clark (11 Punkte) und Caupain (16) landete auch Tommy Klepeisz gegen sein Ex-Team im zweistelligen Punktebereich (12) und lobte die Leistung seiner Mitspieler anschließend am Mikrofon von MagentaSport: „Wir haben das Spiel heute fokussiert und intensiv abgeschlossen und dabei starken Teambasketball gezeigt. Das war heute ein Schritt in die richtige Richtung.“

Spielverlauf:

Den besseren Start ins Spiel erwischten die Hausherren: Nachdem John Petrucelli die Partie mit einem Dreier eröffnet hatte, legten Clark aus der Halbdistanz und Obst von weit draußen nach, wodurch die Ulmer schnell mit 8:0 führten (3.). Danach häuften sich jedoch die Fehler: Einige Ballverluste und Fehlwürfe hatten zur Folge, dass die Braunschweiger nur zwei Minuten später wieder dran waren (10:8, 5.). Hinzu kam, dass sich Verteidigungs-Experte Petrucelli früh sein zweites Foul abholte und somit erst einmal auf die Bank beordert wurde. Im Anschluss berappelte sich das Team von Jaka Lakovic aber wieder und setzte in der Folge zu einem 9:0-Lauf an, der die erste zweistellige Führung der Partie einbrachte (19:8, 8.). Und obwohl auch die nächsten Szenen - wie die Dreier von Obst und Klepeisz - zunächst den Anschein erwecken ließen, dass ratiopharm ulm die Partie unter Kontrolle hatte, sorgten vor allem Rückkehrer Gavin Schilling und Karim Jallow dafür, dass Braunschweig zunächst im Spiel blieb. In der ersten Hälfte sicherte sich Schilling insgesamt fünf Offensivrebounds und verschaffte seinem Team damit neue Wurfchancen. Nach einem erfolgreichen Dreier von Velicka betrug der Vorsprung dann auf einmal nur noch drei Zähler (29:26, 14.). Doch wie schon zuvor, setzten die Gastgeber erneut zum Lauf an, verteidigten konsequenter und führten nach einigen Punkten von der Freiwurflinie, sowie Distanzwürfen von Caupain und Obst nach 18 Minuten wieder zweistellig (40:27). Bis zum Gang in die Kabine verkürzten die Löwen aber noch auf neun Zähler (41:32).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit drückten die Gastgeber auf das Tempo: Mit energischer Defense und schnellem Umschalten in der Transition bestimmten die Ulmer klar die ersten Minuten des dritten Abschnitts. Angeführt von Caupain, der den Ball in dieser Phase mit Elan nach vorn trug und sieben Zähler markierte, zwangen die Ulmer Gästecoach Strobl beim Stand von 55:36 zur Auszeit (25.). Doch auch danach fiel es den Niedersachsen extrem schwer, einen Rhythmus in der Offensive aufzubauen. Bis auf einige Einzelaktionen von Topscorer Jallow, fanden die Löwen nur selten ein Mittel gegen die Verteidigung der Ulmer, wodurch das Lakovic-Team mit einem komfortablen 17-Punkte-Polster in die letzte Viertelpause ging (64:47). Und auch im Schlussabschnitt sollte sich an diesem Bild nichts mehr ändern: Mit seinem vierten erfolgreichen Distanzwurf markierte Andi Obst nach 34 Minuten die bis dato höchste Führung von 25 Zählern (72:47) und sorgte damit schon früh im Spiel für eine Vorentscheidung.