Sechs oder sieben Schläge? OB Florian Freund eröffnet seinen ersten Augsburger Plärrer
Der neue Oberbürgermeister feiert seine Plärrer-Premiere mit einem Fassanstich, einem besonderen Schlägel und einer klaren Botschaft: Auf dem Plärrer soll gemeinsam und friedlich gefeiert werden.
Das Fass ist angezapft, der Herbstplärrer 2026 ist eröffnet. Für Augsburgs Oberbürgermeister Florian Freund war der Freitagabend trotzdem etwas Besonderes: Knapp vier Monate nach seinem Amtsantritt stand für ihn der erste große Fassanstich auf dem Plärrer an. Und natürlich wurde genau hingeschaut. Würde der neue OB das Fass mit wenigen Schlägen öffnen? Würde das Bier spritzen? Oder würde am Ende sogar eine kleine Bierfontäne über die Bühne gehen? Die Antwort lautet: Sechs – oder nach Freunds eigener Zählung sieben Schläge.
Endlich wieder Plärrer! Am Freitag ist Augsburgs größtes Volksfest in seine Herbstsaison gestartet. Zwischen Fahrgeschäften, Musik, Festzelten und dem Duft von gebrannten Mandeln versammelten sich am Abend die ersten Besucherinnen und Besucher auf dem Festplatz. Das Wetter zeigte sich dabei zwar nicht durchgehend von seiner besten Seite, der Stimmung tat das aber kaum einen Abbruch.
Für Oberbürgermeister Florian Freund war der Auftakt ein besonderer Moment. Seit knapp vier Monaten ist er Augsburgs Stadtoberhaupt – nun stand sein erster offizieller Fassanstich beim Plärrer an.
Sechs oder sieben Schläge – das Bier fließt
Wie viele Schläge es am Ende genau waren, darüber gehen die Zählungen auseinander. Sechs Schläge wurden rund um den Anstich gezählt, Freund selbst sprach von sieben.
Fest steht: Das Fass war erfolgreich geöffnet und das erste Plärrer-Bier konnte ausgeschenkt werden. Eine Bierfontäne blieb den Anwesenden ebenfalls erspart – für einen ersten Anstich also durchaus ein gelungener Start.
Der OB nahm die Premiere mit Humor. Wirklich zufrieden sei man mit sieben Schlägen schließlich noch nicht. Schließlich müsse es auch in den kommenden Jahren noch Möglichkeiten geben, sich zu verbessern.
Und genau diese entspannte Haltung passte zum Auftakt: Niemand wollte an diesem Abend lange über einen einzelnen Schlag mehr oder weniger diskutieren. Viel wichtiger war, dass das Fest wieder begonnen hatte.
Trotz Regen: Augsburg hat Lust auf Plärrer
Immer wieder gingen am Freitag Regenschauer über dem Festplatz nieder. Doch wer durch die Reihen ging, bekam schnell den Eindruck: Die Augsburgerinnen und Augsburger lassen sich davon nicht die Laune verderben.
In den Zelten wurde angestoßen, draußen wurden die ersten Fahrgeschäfte ausprobiert und zwischen bunten Lichtern und Musik kam wieder dieses ganz besondere Plärrer-Gefühl auf.
Denn der Plärrer ist mehr als Fahrgeschäfte und Bier. Er ist Treffpunkt, Tradition und für viele ein fester Bestandteil des Augsburger Jahres. Familien kommen auf den Festplatz, Freundeskreise verabreden sich zum gemeinsamen Abend und immer wieder treffen Menschen aufeinander, die sich lange nicht gesehen haben.
„Egal, wen ihr liebt“
Genau dieses Miteinander stellte Florian Freund bei seinem ersten Plärrer-Auftritt in den Mittelpunkt.
Seine Botschaft war dabei erstaunlich einfach – und gerade deshalb deutlich:
„Egal, wen ihr liebt, wie alt ihr seid, welches Geschlecht ihr habt – feiert zusammen, respektiert einander.“
Der Plärrer soll ein Ort sein, an dem Menschen gemeinsam eine gute Zeit verbringen können. Unterschiedliche Lebensentwürfe, Generationen und Hintergründe sollen dabei keine Rolle spielen.
Und auch wenn es einmal Streit gibt, fand Freund dafür eine passende Lösung: miteinander reden, wieder zusammen anstoßen und es vielleicht einfach gut sein lassen.
„Passt schon“, lautete sinngemäß seine Idee – und anschließend gemeinsam weiterfeiern.
Seine Worte mündeten schließlich in einen Wunsch für die kommenden zweieinhalb Wochen:
„Auf einen friedlichen Plärrer.“
Eine Botschaft, die zum Volksfest passt
Gerade auf einem Volksfest, auf dem so viele unterschiedliche Menschen zusammenkommen, wirkt diese Botschaft passend. Der Plärrer lebt davon, dass Menschen gemeinsam unterwegs sind: an den Fahrgeschäften, in den Festzelten, beim Essen oder einfach beim Spaziergang über den Festplatz.
Und genau diese Vielfalt gehört zu Augsburg.
Dass Freund seine erste Plärrer-Eröffnung nicht nur als offiziellen Termin, sondern auch als Gelegenheit für eine solche Botschaft nutzte, gab dem Abend neben dem traditionellen Fassanstich eine persönliche Note.
Der Auftakt ist geschafft – doch der Plärrer hat gerade erst begonnen. Bereits am Samstagmittag folgt mit dem traditionellen Plärrer-Umzug der nächste Höhepunkt.
Bis zum 13. September 2026 bleibt genügend Zeit für Fahrgeschäfte, Festzelte, kulinarische Klassiker und hoffentlich viele gemeinsame, friedliche Plärrer-Abende.
Fazit
Sechs oder sieben Schläge? Am Ende ist das fast nebensächlich. Entscheidend ist, dass der Herbstplärrer eröffnet ist und Augsburg wieder gemeinsam feiert.
Der erste Abend hat gezeigt: Ein bisschen Regen hält die Menschen nicht ab. Und vielleicht passt die Botschaft von Florian Freund deshalb besonders gut zum Start: Egal, wer man ist oder wen man liebt – zusammenkommen, respektvoll miteinander umgehen, anstoßen und gemeinsam feiern.
Auf einen friedlichen Plärrer.





