So läuft ein Wimpernlifting ab

Augenaufschlag à la Bambi

Lange, dichte und vor allem schön geschwungene Wimpern ohne viel Aufwand und Tusche – das wünschen sich so gut wie alle Frauen. Eine Möglichkeit, bereits mit nahezu perfekt gestylten Wimpern aufzuwachen, bietet das sogenannte Wimpernlifting. Klimper klimper? Wir erklären, wie das geht.

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Bild: Adobe Stock
Nur die wenigsten sind von Natur aus mit langen Wimpern gesegnet, weshalb oftmals zu Wimpernzange, Mascara oder weiteren Methoden und Behandlungen gegriffen wird. Mit dem Wimpernlifting gibt es ein weiteres Beauty-Treatment, das besonders natürlich aussieht und im Gegensatz zu künstlichen Wimpern oder Wimpernextensions mit den eigenen Wimpern arbeitet.

Wimpernlifting – was ist das genau?

Das Wimpernlifting, auch Lash-Lifting genannt, ist quasi eine Art Dauerwelle für die Wimpern und eine natürliche Alternative zur normalen Wimpernverlängerung. Dabei werden die Härchen der Wimpern mit unterschiedlichen Chemikalien behandelt, um sie dauerhaft in eine schöne Form zu bringen. Ein vergleichbarer Effekt kann mit einer Wimpernzange erzielt werden: Auch dabei werden die Wimpern nach oben gebogen, wodurch sie den klassischen Wimpernschwung erhalten. Allerdings hält dieser Effekt bekanntlich nicht so lange an. 

Bei einer Wimpern-Dauerwelle hingegen werden die Wimpern über eine Rolle gewickelt und der Bogen fixiert – auf diese Weise werden sie gebogen, aber optisch verkürzt. Beim Lash-Lifting hingegen werden sie eben direkt vom Kranz nach oben gestreckt, weshalb die Behandlung auch gut bei kurzen Wimpern funktioniert.

Der Ablauf

Zu Beginn des Wimpernliftings wird die Augenpartie zunächst von Fetten und Rückständen befreit und gereinigt. Danach werden die Wimpern gekämmt und mit einer selbstklebenden Silikonrolle oder Silikonpads in der gewünschten Position fixiert. Die Welle wird in drei Phasen erzeugt: In einem ersten Schritt wird (ähnlich wie beim Haarefärben) mit Hilfe einer Lotion die Schwefelbrücke im Haar gebrochen – so löst sich die natürliche Struktur auf und kann dementsprechend verändert werden. Nachdem die Lotion etwa 15 bis 20 Minuten eingewirkt ist, wird sie abgetragen. 

Dann werden die Wimpern mit einer zweiten Lösung bestrichen, die etwa 20 Minuten Einwirkzeit benötigt. Dadurch werden die Wimpern erneut fixiert, diesmal allerdings genau in der gewünschten Form. Zum Schluss werden die Wimpern noch (bei Bedarf) gefärbt und schließlich die Silikonrollen beziehungsweise -pads vorsichtig abgezogen. Nun ist die Behandlung auch schon abgeschlossen – ein besonderer Bonus: Das Ergebnis ist sofort sichtbar. Die Stärke des Schwungs kann übrigens vor Ort festgelegt und an die Länge der Wimpern angepasst werden.

Dauer und Preis

Insgesamt dauert die Prozedur etwa 45 bis 60 Minuten und ist damit wesentlich kürzer als eine Wimpernverlängerung. Währenddessen kann zudem auf der Liege entspannt werden, da nicht ununterbrochen am Wimpernansatz „gearbeitet“ wird. Je nach Kosmetikstudio werden für das Treatment zwischen 40 und 70 Euro verlangt, was deutlich weniger ist, als bei einer professionellen Wimpernverlängerung. Zudem bleiben die Kosten beim Lifting immer gleich, während Extensions je nach Menge und Haltbarkeit von Behandlung zu Behandlung teurer werden können.

Keine Umstellung bei Pflege und Make-up

Ein Wimpernlifting sollte unbedingt von einer professionellen Kosmetikerin durchgeführt werden. Das Lifting hält insgesamt bis zu acht Wochen, wobei der Effekt je nach Wachstum der Wimpern mit der Zeit etwas nachlässt. Es entstehen jedoch keine Lücken, wie es bei einer Wimpernverlängerung der Fall sein kann. Nach der Behandlung kann man sich auch ganz normal mit den selben Pflegeprodukten wie zuvor abschminken, das Gesicht waschen und selbstverständlich auch Make-up tragen. Nur direkt nach der Behandlung sollten die Wimpern 24 Stunden lang nicht durch Wasser oder Pflegeprodukte beansprucht werden. 

Das Fazit

Im Vergleich zu anderen Wimpern-Behandlungen hat das Wimpernlifting zahlreiche Vorteile: In nicht mal einer Stunde entstehen dabei perfekt geschwungene, längere und voluminöse Wimpern. Im Vergleich zur Wimpernwelle ist dieses Treatment nicht nur deutlich schonender, sondern auch im Finish viel natürlicher, da hierbei kein Knick entsteht. Künstliche Wimpern hingegen bringen zwar einen deutlich sichtbareren Effekt, sind jedoch auf Dauer kostenintensiv und wirken oft aufgesetzt.

Gerade vor einem Sommerurlaub ist ein Wimpernlifting sehr empfehlenswert. Doch auch zum generellen Reduzieren der Zeit beim Schminken eignet sich die Behandlung sehr gut, allerdings hält sie natürlich nicht unbegrenzt lange und muss bei einer professionellen Kosmetikerin durchgeführt werden. Nach der relativ kurzweiligen Prozedur steht dem perfekten Augenaufschlag à la Bambi jedoch nichts mehr im Weg! |Text: Vera Mergle