Stadt Ulm verabschiedet Gerhard Semler
Semler begann seine Laufbahn 1975 bei der Stadt Ehingen und wechselte 1980 zur Stadt Ulm. Nach verschiedenen Stationen in der Verwaltung, unter anderem als persönlicher Referent des damaligen Oberbürgermeisters Hans Lorenser, übernahm er 2001 die Leitung der Abteilung Bildung und Sport, die er bis zu seinem Ausscheiden innehatte.
In seine Amtszeit fallen wegweisende Entwicklungen: Unter seiner Verantwortung wurden rund 320 Millionen Euro in den Schulbau investiert und zentrale bildungspolitische Maßnahmen wie Ganztagsangebote und moderne Schulkonzepte vorangebracht. Auch im Sportbereich setzte er wichtige Impulse, etwa durch die Ausrichtung bedeutender Sportgroßveranstaltungen, neue Förderrichtlinien sowie die Weiterentwicklung zentraler Sportstätten.
Neben seiner Verwaltungstätigkeit engagierte sich Semler über Jahrzehnte in Lehre, internationalem Austausch und verschiedenen Gremien. So prägte er unter anderem die Bildungsmesse Ulm und setzte sich für den Austausch mit internationalen Partnern ein.
Oberbürgermeister Martin Ansbacher würdigte die Verdienste Semlers: „Gerhard Semler ist ein Macher. Er hat immer danach gefragt, wie etwas geht und nicht danach, warum es eben nicht geht. Und er ist ein begnadeter Netzwerker und Kommunikator. Einer, der Kontakte nicht nur knüpft, sondern pflegt. Einer, der weiß, dass gute Verwaltung nicht im stillen Kämmerlein entsteht, sondern im Austausch – innerhalb der Stadt, mit unterschiedlichsten Partnern, mit der Bürgerschaft. Sie haben diese Stadtverwaltung geprägt, Verantwortung getragen und gestaltet. Und Sie haben – im besten Sinne des Wortes – gedient. Dafür gilt Ihnen unser tiefempfundener, aufrichtiger Dank.“
Zum Abschied überreichte der Oberbürgermeister dem selbsterklärten Weihnachts-Fan Semler unter anderem Ulm-Weihnachtskugeln.
„Verwaltung ist und bleibt ein Dienst am Gemeinwohl. Das verbindet uns über Generationen hinweg, gestern wie heute und heute wie morgen. Eine Maxime hat mich bei meiner Arbeit stets geleitet: Bedenke immer das Ende. Nachhaltigkeit und Verantwortung vor der nächsten Generation sind die Maßstäbe der Verwaltung von heute“, sagte Gerhard Semler zum Abschied.
„Ich habe mich immer als ein Rad im großen Uhrwerk der Stadt Ulm gesehen. Jeder Erfolg war ein Teamerfolg.“ Er dankte Weggefährtinnen und Weggefährten, Kolleginnen und Kollegen sowie dem Gemeinderat für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. „In spannenden Diskussionen mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Abteilungen sind Ideen entstanden, die die Stadt Ulm lebenswerter gemacht haben“, lautet Semlers Resümee.







