"Schlächter von Hama": Onkel des gestürzten syrischen Machthabers Assad ist tot
Der Onkel des gestürzten syrischen Langzeitherrschers Baschar al-Assad ist nach Angaben aus dem Umfeld seiner Familie im Alter von 88 Jahren gestorben. Rifaat al-Assad sei nach einer einwöchigen Grippe gestorben, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch von einem langjährigen ehemaligen Mitarbeiter des syrischen Präsidentenpalasts.
Ein ehemaliger Offizier der syrischen Armee aus der Assad-Ära bestätigte Rifaats Tod und erklärte, dass er nach dem Sturz seines Neffen in die Vereinigten Arabischen Emirate gezogen sei. Unklar blieb, ob Rifaat dort gestorben ist.
Rifaat al-Assad ist der jüngere Bruder von Hafis al-Assad, Baschar al-Assads verstorbenem Vater und Vorgänger. Rifaat wurde vorgeworfen, während der Herrschaft seines Bruders als Chef einer Eliteeinheit der Armee Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der Stadt Hama verübt zu haben.
Die Schweizer Staatsanwaltschaft beschuldigte ihn, während der Niederschlagung eines islamistischen Aufstands 1982 in der Stadt unter anderem "Morde, Folter, grausame Behandlung und rechtswidrige Verhaftungen" angeordnet zu haben. Das Vorgehen brachte ihm den Beinamen "Schlächter von Hama" ein. Bei dem Massaker wurden Schätzungen zufolge zwischen 10.000 und 40.000 Menschen getötet.
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