Tanken im europäischen Ausland

Einmal volltanken, bitte!

Während des Sommerurlaubs gibt es für die deutschen Touristen im Ausland wohl angenehmere Dinge, als die örtliche Tankstelle aufzusuchen, doch daran führt im PKW-Urlaub kein Weg vorbei. Welche Kraftstoffbezeichnungen gibt es im Urlaubsdomizil und welche Kosten sind einzuplanen? Wir gehen mit Ihnen auf die Reise und geben smarte Tipps, mit denen Sie sich noch vor dem Urlaub bestens absichern können.

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Bild: stock.adobe
Neue EU-Richtlinie
Ein kurzer Blick auf eine dieser beiden Plattformen gibt Ihnen wertvolle Informationen, welche Bezeichnungen Sorten wie Super E5, Super E10 und Diesel im Ausland haben. So vermeiden Sie nicht nur den Supergau, falschen Kraftstoff zu tanken sondern auch die folgenden Motorschäden an Ihrem Fahrzeug. Wir haben uns auf das europäische Ausland beschränkt und geben Ihnen eine kleine Übersicht über die Kraftstoffbezeichnungen. Der Download der App „Günstig tanken“ rentiert sich außerdem, um unterwegs durch GPS die nächstgelegene Tankstelle und damit auch den günstigsten Preis in der Umgebung zu finden. Schaden kann dies in keinem Fall, denn bekannterweise sind die Spritpreise im Ausland – gerade in Urlaubsregionen wie Italien oder der Schweiz– oftmals etwas teurer. Wer seinen Autourlaub von Kraftstoffpreisen abhängig macht wirft am besten einen Blick auf die Internetseite clever-tanken.de. Hier werden die Benzin- und Dieselpreise einiger EU- und Nicht-EU Länder im Durchschnitt aufgelistet. Im Zuge der drastischen Preisentwicklung - von Kraftstoff - vor allem während den Ferien – kann dies durchaus ein Kriterium pro oder contra einem Urlaubsland sein.  

Gasoil, Petrol & Co.
Nicht immer lassen sich ausländische Kraftstoffbezeichnungen eindeutig entziffern oder mit den deutschen Sorten Super oder Diesel vergleichen. Denn beispielsweise in Großbritannien findet man Benzin unter der Bezeichnung „Petrol“ oder „Unleaded“ wieder und Diesel ist als „Derv“ gekennzeichnet. So entsteht schnell Verwirrung. Wir haben für Sie die wichtigsten Bezeichnungen der beiden Sorten zusammengefasst. 

Falsch getankt – was nun?
Dass man versehentlich einen Benziner mit Diesel betankt, passiert eher seltener, da der Zapfhahn in der Regel zu Dick ist für den Einfüllstutzen. Sollte es dennoch zu einem solchen Malheur kommen, lohnt sich ein Blick in die Anleitung. 

In manchen Fällen kann vorsichtig weitergefahren und der richtige Kraftstoff nachgetankt werden. Die sicherste Variante ist allerdings das Kontaktieren der nächsten Werkstatt, um den Tank abzupumpen und somit Schäden am Motor zu verhindern. Um den Kontakt zur Werkstatt herstellen zu können, ist möglicherweise die Hilfe des Tankstellenpersonals goldwert. Für moderne Motoren ist diese falsche Betankung harmloser, da sie über Klopfsensoren verfügen, die minderwertigeren Kraftstoff erkennen und anschließend die Motorleistung drosseln, um Schäden zu verhindern.

Deutschland reist gerne im Auto
Dies zeigen die Ergebnisse die Markt-Media-Studie VuMa. 2018 starteten rund 18,7 Millionen Deutsche mit dem Auto in den Urlaub während es 2015 noch knapp 1,4 Millionen Menschen weniger waren. Um allerdings nervige Wartezeiten an den Autobahntankstellen zu vermeiden und gleichzeitig Geld zu sparen empfiehlt es sich, im Vorfeld des Urlaubs einen Blick auf die Internetseite des ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil Club) zu werfen. Hier werden Übersichten angeboten, die Tankstellen in unmittelbarer Nähe zum Autobahnnetz – auch im Ausland– zeigen.